2009/11/29

Wieder ein Monat vergangen ...

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So viel zum Thema „Wir schreiben ab jetzt wieder regelmäßiger“... Hat nicht ganz geklappt, aber ist auch immer was los hier im Paradies!

Schauen wir mal, was seit dem letzten Eintrag passiert ist:

Halloween

Auf Halloween freuen wir uns schon seit unserer Ankunft. Was wir sonst nur aus dem Fernsehen kennen endlich mal live miterleben- toll!!! Jan hat uns zum Vorglühen zu sich und seinen Nachbarn eingeladen. Auch wenn keiner der anderen Gäste verkleidet ist, lassen wir uns den Spaß nicht nehmen. Mit genauen Plänen im Kopf, rennen wir durch Don Quijote, um letztendlich dann doch zu improvisieren. Beim Kostüm-Basteln ziehen Svenja und David sich geschickt aus der Affäre: Sie verbringen den Tag mit Jet Ski fahren und überlassen Claudi die Arbeit ;). Ergebnis der ganzen Aktion: David ist ein blutverschmierter Michael Myers mit überdimensionalem Papp-Messer, Claudia und Sveni sind Teufel und Engel (Svenja original im Bettlaken-Kleid und mit etwas mikrig geratenen „Anfänger-Flügeln“) und Isi … Joa... was Isi war wissen wir bis heute nicht genau … ^^

David ein Papp-Messer zu basteln gestaltet sich im Nachhiein als grober Fehler. Jeder von uns wurde gefühlte drei Millionen Mal von ihm getötet... und Svenja verspricht er eine aufregende Nacht, mit Rollenspiel... (sie ist davon eher weniger begeistert: „Wenn du die Maske nicht absetzt, kannst du auf dem Balkon schlafen!) Was in dieser Nacht dann noch passiert ist, bleibt ihr düsteres Geheimnis :P

Halloween hier auf Hawaii ist jedenfalls super spitzen klasse (diesen Ausdruck hat Sveni sich gewünscht). Die Leute drehen am Rad und man kann die verrücktesten Kostüme sehen. Von Frauen mit ohne was an, bis zu Attentätern- es ist alles dabei. Man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Unsere Eindrücke können wir nicht wiedergeben, man muss es einfach erleben! Auf jeden Fall war es ein schöner Abend, den wir bei uns zu Hause ausklingen lassen!

Die Drei wieder allein Zuhaus...

Nachdem nun auch David uns verlassen hat, sind wir ganze zwei Wochen ohne Besuch. Diese Zeit nutzen wir, um vernachlässigte Uni-Sachen nachzuholen und unsere Surfkünste

aufzubessern.

Während Isi sich im gechillten „Damensitz-Wellenreiten“ übt, mag Claudi es etwas Action-reicher und lässt das Board schon mal n Meter über den Wellen entlang schießen. Schade nur, dass sie dabei nicht mehr drauf steht... Wir üben fleißig (wenn Zeit und Wellen es zulassen) und verbessern uns stetig.

Beim letzten Triple Crown Contest nehmen wir teil, das steht fest! Und falls es damit nichts wird, bleibt uns immer noch die „Wir schleppen unsere Bretter völlig umsonst an den Strand Olympiade“. Denn wenn wir etwas wirklich gut können, dann ist es voller Elan an den Strand zu gehen, um dann entweder viel zu müde zu dösen, oder festzustellen, dass gar keine Wellen da sind... Und wir haben gelernt: Ohne Wellen surft es sich nicht sooo gut ;)Wir sind auf jeden Fall Feuer und Flamme und geben nicht auf !!! :D

Besuch aus L.A.

Am Anfang unserer Reise durften wir vier Tage bei Paul, Vikko und Malte in L.A. wohnen und nun verbringen sie ihre Thanksgiving-Ferien bei uns. Am 19.11. holt Sveni die drei vom Flughafen ab und begrüßt sie stilecht mit unseren Lieblings-Lei-Ketten (Nicht nur dass diese lila sind, Paul bekommt noch ne rosa Schleife dazu ;)) So gut sind wir zu den dreien, die sich natürlich auf eine tolle Woche mit uns freuen. So wie auch wir uns freuen =)

Da die drei kein Jet lag haben, kann schon am ersten Abend ein bisschen gefeiert werden. Bei Bier und Sekt-Red Bull werden die Erfahrungen der letzten Monate ausgetauscht und dann geht’s ab ins Red Lion- 1 $ Party !!! Leider ist es dort ziemlich leer, so dass sich Isi, Vikko und Malte recht schnell für's Bettchen entscheiden. Paul, Svenja und Claudi trotzen der

gähnenden Leere und machen die Tanzfläche unsicher :D

Am nächsten Tag machen wir uns auf den Weg zum Home-Strand. Während die Jungs noch voller Enthusiasmus ihre Schnorchel-Sachen und unsere Body Boards schnappen, liegen wir lieber entspannt in der Sonne und genießen unsere Uni-freie Zeit (Svenja: „Ich hatte eigentlich gar nicht frei, aber egal!“)...

Nachdem wir Samstag mit dem Auto durch die Gegend gecruist sind, wird sich am Abend um die 1,7 Liter Smirnoff-Wodka-Flasche gekümmert. Paul und Vikko schaffen es tatsächlich, innerhalb etwa einer Stunde ein Drittel der Flasche allein zu leeren, was sich später bei Vikko rächt... (Gebote für das an diesem Abend entstandene Video bitte an uns... ;))

Um den Verlauf des Abends am besten darstellen zu können, schauen wir uns den nächsten Morgen an: Paul und Vikko wachen in ner lila Tinkerbell-Wolldecke eingerollt auf dem „Sofa

“ auf. Vikko: „Ey Paul, warum waren wir gestern eigentlich nicht mehr raus?“ (Die vier Stunden im Maddogs scheinen vergessen). In ihre „Power Ranger Umhänge“ gehüllt, stürmen sie unser Zimmer, um wichtige Fragen zu klären: Vikko: „Bin ich unsichtbar, wenn ich diesen Umhang trage?“ Paul: „ Kann ich der pastell-farbene Power Ranger sein?“. Wir vermuten dass noch ein wenig Rest-Alkohol vorhanden ist, freuen uns aber TIERISCH über diesen morgendlichen Besuch... („RAUS HIER !!!)

Ein „wenig“ verkatert machen wir uns alle auf den Weg zur North Shore, Surfer gucken!!! Beim Reef Hawaiian Pro zeigen die besten Surfer der Welt ihr Können und wir wollen au

ch! Allerdings wollen wir niemanden in den Schatten stellen und belassen es deshalb beim Chillen mit den anderen Zuschauern am Strand. Auf unseren Erkundungstouren finden wir eine geheime Bucht mit vielen Schildkröten und Vikko und Sveni ergattern heiß begehrte Rock Star Cappies.

Als wir am Sunset Beach sind, nutzen die Jungs Svenjas Mittagsschläfchen aus, um sich in die viel zu hohen Wellen zu stürtzen. Wenn man ein Mal nicht aufpasst...Auch der Rest der Woche ist sehr schön und mit viel Spaß verbunden.


Thanksgiving

Auf Grund der anstrengenden letzten Woche haben wir an Thanksgiving keine Lust auf große Action, sondern wollen lieber im engeren Kreis hier bei uns zu Hause ein gemei

nsames Essen kochen. Da der olle Truthahn zu lange zum Auftauen braucht, entscheiden wir uns für „Opa's Rinderbraten“. Robert, Vera, Bine und Jan bringen alle notwendigen Küchenutensilien mit und es kann los gehen. Keiner glaubt so recht an unseren Erfolg, das Ergebnis ist dafür umso besser. „Hmmm..., das ist das beste Essen, was ich hier je gegessen habe!“ „Das ist RICHTIGES Essen“... Ja ja, mit voll geschlagenem Bauch ziehen wir uns aufs Sofa gelümmelt ein paar Folgen „Mein neuer Freund“ rein und genießen das gemütliche Beisammensein.


Brownies

Inspiriert von den Brownies, die die Mädels an Thanksgiving mitgebracht haben, machen wir uns am Freitag auf den Weg zu Wal Mart. Wir müssen auch ne neue Luftmatratze kaufen, denn diese hat die Woche mit den Jungs leider nicht überstanden, aber warum soll man nicht die Pflicht mit etwas angenehmen verbinden?

Die Brownies werden der Hammer und bei Dirty Dancing schmachten wir dahin und stopfen uns voll =)

Heute wollten wir uns erneut diesem Genuss hingeben, allerdings haben wir den Fehler begangen, Claudi ans Werk lassen. „Mach du ruhig die Form fertig, ich mach den Teig so wie das hier steht!“ * hüst * Schon beim Teig in die Form füllen, kommt uns das Ganze nicht geheur vor. „Claudi, hast du WIRKLICH alles so gemacht, wie es auf der Packung stand?“ „Jaaa ...“ Beim Backen kochen und brodeln die Brownies dann plötzlich, was nun wirklich nicht normal sein kann... Svenja kommt dem Geheimnis auf der Spur, als sie nochmal mit Claudi die Zutaten durch geht: Wasser? Jepp! Öl? Jepp! Eier? Ups...

Diese hat Claudi dann im Nachhinein versucht, unter die Brownies zu mischen, es ist ihr aber nur mäßig gelungen und sie leidet unter schweren „Ich schaff es nicht mal ne Backmischung zu kochen“- Depression... Aber hey, wer hat schon Brownies, die man inner Schüssel als Müsli essen kann? ;)



Die letzten Wochen unseres Semesters sind wir nun alleine, bis am 17.12. unser nächster Besuch kommt: Isis Bruder und seine Freundin. Nicht einmal eine Woche später kommen dann auch noch Claudis Eltern und ihr Bruder dazu und gemeinsam feiern wir Weihnachten. Wir freuen uns schon alle sehr!


2009/10/26

Kieks

Aloha alle zusammen =) Da wir ein bisschen was nachholen mussten ... :P, haben wir mehrere Posts gleichzeitig online gestellt. Ihr müsstet also einmal auf ältere Posts gehen und bei dem nach "Dole Plantation" anfangen =)
Mahalo

P.S.: Sorry, dass wir so lange nichts mehr von uns hören lassen haben, werden jetzt wieder regelmäßiger schreiben =)

Die Jungs sind da

Aufgrund Davids verspäteter Ankunft haben wir am 7. 10. einen ereignisreichen Tag: Erst muss Svenja los düsen, um David einzusammeln, dann macht Claudi sich auf den Weg um Jessy zu verabschieden und Jules in Empfang zu nehmen. Während Davids Begrüßung tränenreich ausfällt, übersieht Jules seine Freundin einfach mal ^^. Als Claudi und Jules nach verspäteter Ankunft endlich zur Haustür rein kommen, warten Isi, Sveni und David schon freudig mit ner Dose gutem Budweiser in der Hand. Glücklicherweise lassen sie Jules erstma duschen, dann wird gemeinsam angestoßen.
Am ersten Wochenende wird sich ein „Jeep“ gemietet und die Insel erkundet. Der Plan für Samstag ist es, erst unsere neuen, etwas stabiler gestalteten Body Boards am Kailua-Beach auszuprobieren und anschließend am Lanikai zu relaxen. Das hat sich leider erledigt, als wir am Mittag feststellen müssen, dass sich unsere Neuankömmlinge und Svenja bösartig verbrannt haben. Stattdessen wollen wir nun KURZ bei Don Quiote vorbeiflitzen und dann am Pool grillen. Auch dieser Plan verläuft nicht ganz, wie gewollt. Einkaufen wird zum Stundenausflug und das Barbecue fällt ins Wasser (im wahrsten Sinne des Wortes). Da die Krebse unter uns die Sonne meiden müssen, entscheiden wir uns am nächsten Tag für einen Ausflug an die Northshore. Im kleinen Städtchen Hale‘iwa, in dem Jack Johnson geboren wurde!!!, essen wir das leckerste Eis der Insel und gucken uns das Surfmuseum an. Wirklich n niedliches Örtchen. Anschließend fahren wir an den Strand, an dem wir letzten Monat Isabella gesehen haben. Dort warten bereits die Schildkröte Brutus und seine Freundin auf uns. Außerdem kann Jules seine Klippen-Kletter-Künste unter Beweis stellen.
Montag gehen wir auf Davids Wunsch ins Yardhouse, einer Kneipe mit der weltweit größten Auswahl an gezapftem Bier. Von Himbeer(waschmittel)-Cider, über Bier mit Kaffeegeschmack, bis hin zu nem normalen Franziskaner, war alles dabei. Nachdem wir David um 12 uhr sein Geburtstagsständchen gesungen haben, wird er mit einfallsreichen Geschenken überhäuft. Von Jules, Isi und Claudi gibt es einen Fressgutschein (drei Fastfoodläden seiner Wahl), von Svenja neben einem HPU-Shirt noch nen Gutschein für ein Geschenk seiner Wahl. Dieser wird in eine schnicke Uhr verwandelt.

Der Tag an dem Eddie kommt (David nennt ihn liebevolle „die kleine gestreifte Missgeburt“)

Nach langer Surfbrett-Suche ist es endlich so weit! Jules, Isi und Claudi machen sich auf den Weg und finden den Surfshop ihres Vertrauens. Dort finden sie das tollste Surfboard der Welt und es wird liebevoll Eddie getauft. Ausprobieren können wir es erst einen Tag später. Während David, Isi und Claudi noch so ihre Probleme haben, kann Jules schon seine erste Welle stehen. (Claudi: „der Arsch“) Vom Surffieber gepackt treibt es uns am nächsten Tag wieder in den Laden... An diesem Tag heißen wir unsere neuen Familienmitglieder "Bambino" und "(Öko)-Monster" bei uns willkommen. Voller Enthusiasmus wird sich in die Wellen gestürzt und Ray nimmt sich uns an: ein hawaiianischer, zahnloser Surf-Opi (übers Alter wird noch immer diskutiert). Er sorgte dafür, dass wir alle auf seinem Mega-Surfbrett stehen können. Außer David („eyy ich hab auch gestanden. Mindestens ne Sekunde“) Seit diesem Erlebnis lässt David das Surfen lieber sein und hat sich dem Body-Boarden verschrieben. Svenja kann ihn gerade noch davon abhalten, sich in die Northshore-Wellen zu stürzen. Am nächsten Tag wird so lange Surfen geübt, bis die Muskeln schmerzen und Claudi fast ertrinkt, weil die Kraft nachlässt...

Clödis Geburtstag

Am Samstag ist es soweit, es wird in Claudis Geburtstag rein gefeiert. Auf ihren Wunsch schauen wir uns das aktuelle Werderspiel an. Themengerecht haben sich Sveni und sie ins Werderoutfit geschwungen. Nachdem es Lieblingsessen gab, wird sich aufs „Sofa“ gelümmelt und beim Spiel ordentlich Bier geschlürft. Sveni und Claudi müssen von 22-23 Uhr ne kleine Pause einlegen, um noch bis zwölf durchzuhalten. Nach Werder (wir haben gewonnen!!!) wird sich die Zeit mit dem "Wer bin Ich“- Spiel verkürzt. Dann ist es soweit und es wird zu Claudis Freude mit Sekt-Red Bull angestoßen. Es gibt viele tolle Geschenke für sie und bei dem Video aus der Heimat, kullern ordentlich Freudes-Tränen. Auch die nette Lady aus der unteren Etage lässt es sich nicht nehmen, einen freundlichen Geburtstagsgruß nach oben zu brüllen: „BE QUIET!!!“. Alles in allem ist es ein toller Abend und wir fallen alle gut angetrunken in unsere Bettchen =).

Hooters

Davids erster Fastfood-Wunsch: Tittengucken bei Hooters. Claudi und Svenja jubeln vor Begeisterung. Claudi kriegt vorsichtshalber schon mal vorher Depressionen... Bereits das Ambiente ist äußerst einladend: Ein riesiger Schmutzfleck an Claudis Sitzplatz steigert ihre Lust am Essen nochmal gewaltig. Große Boobs gibt es (leider) nicht zu sehen, dafür aber billige Outfits. Die heißeste Lady trägt einen Hauch von nichts mit pinkem, herausstechenden BH und hat die Aufgabe, stumpf auf und ab zu laufen. Das Negligé hätte sie größer kaufen müssen, dann hätte sie den Reißverschluss am Rücken auch schließen können. Das Highlight ihres Outfits besteht jedoch in den Dollarscheinen, die sie lasziv in ihrem BH stecken hat...
Hooters?! Immer wieder ^^

Highway to Hell (Claudia)

Eins meiner Highlights war Jules und mein Mini-Scooter-Ausflug, den ich keinesfalls unerwähnt lassen möchte =).

Eigentlich wollen wir uns Roller leihen, um ein Mal ohne Helm um die Insel heizen zu können. In Deutschland ist sowas ja nicht erlaubt :P Spontan kommt uns die Idee, die Roller Roller sein zu lassen und uns einen dieser lustigen kleinen Scooter zu leihen, die ich schon seit unserer Ankunft hier ein bisschen anhimmel ^^ Spontan beim Vermieter angerufen, sammelt uns dieser bei Star Bucks ein und das Abenteur kann beginnen. Mit einem knall grünen Mini-Scooter (bei der Farbe sind wir uns sofort einig) geht es auf große Reise. Der nach Heckenschere klingende, übelst laut knatternde Motor des kleinen Gefährts schafft es tatsächlich auf 35 mph (naja, an den Stellen an denen es bergauf geht, ist er etwas langsamer …^^). Jules übernimmt die erste Tour als Fahrer und es geht ersma zu Don Quijote - einkaufen, is klar. Danach fahren wa auf Rat des Vermieters an der Ostküste lang, zu einem Hotel an dem man Delphine und Schildkröten sehen kann. Als wir uns unserem Ziel nähern, stellen wir fest, dass es sich nicht um ein Hotel, sondern um einen Nobel-Palast handelt. Das Gründstück ist abgelegen vom Stadtlärm und besitzt mehrere Parkplätze. Diese wollen wir jedoch nicht nutzen. Wie es sich gehört, knattern wir natürlich direkt bis zum Eingang vor. Schöööön nen groooßen Bogen fahren und nett lächelnd an den Portiers vorbei cruisen, anstatt einfach links herum, an die Seite zu fahren. Die Portiers schauen etwas verwirrt drein. Vielleicht liegt es daran, dass normalerweise dicke Limousinen vorfahren und eher selten kleine grüne Knatter- Scooter, beladen mit zwei auf dem Kopf völlig zerzausten Personen und ihren Boogie Boards. Wir amüsieren uns bereits köstlich. Wie selbstverständlich, parken wir unser Knatter-Mobil neben den dicken Ami-Karren. Jules packen die ersten Zweifel, ob es nich doch ein bisschen peinlich is, nach diesem Auftritt mit den Boogie Boards da hin zu stampfen… Mir is das egal, also wird geparkt. Gerade das Gefährt, mit einem Fahrradschloss, gesichert, macht uns einer der Portiers darauf aufmerksam, dass wir hier nicht halten dürften. Wir sollten doch den unteren Parkplatz nehmen, da wären Mopeds auch kostenlos… Jules' Kommentar zu der ganzen Situation: „Das macht den Auftritt jetzt nicht besser, oder?!“ Ich kann nicht mehr! Lachend packen wir unsere sieben Sachen wieder ins „Auto“ und machen uns auf, zum anderen Parklplatz. Ganz cool gehen wir ins Hotel und schauen uns die Delphine an, hat sicher keiner bemerkt, unsere peinliche Ankunft ^^. Danach geht es noch an nen Viewpoint, an dem wir nicht aus dem Gefährt aussteigen dürfen, weil eine Gruppe von Japanern mit uns Fotos machen will… Endlich frei gelassen, fahren wir zum Sandy Beach, wo wir direkt als Touris geoutet und vor den großen Wellen gewarnt werden. Keine Ahnung, was uns verraten hat… ^^ Auch der Lifeguard sagt, wir sollen den Wellen lieber fern bleiben, es würden sich immer wieder Unwissende das Genick brechen… Wir sind überzeugt und schauen uns lieber die Könner an. Es ist trotzdem sehr schön und ich übernehme den Job als Rückfahrerin. Noch schnell für 3 Dollar voll tanken (mehr passt nich rein;)) und den klenen süßen wieder beim Vermieter abgeben (Den Scooter, nich Jules :P) Um diesen Ausflug festzuhalten, habe ich ganz viele tolle Videos gemacht, die leider nur den Fußraum zeigen… Wenn man filmt, sollte man auch daran denken, dass man die Kamera an hat! :D (Sorry, Jules ;) )Fazit dieses Tages : der Scooter is ein sau geiles Teil! Zwar ist er manchmal ein wenig schwer zu lenken, es macht aber trotzdem richtig Spaß!So „oben ohne“ an der Küste lang zu knattern ist ein tolles Gefühl. Mein Kopf hat die ganze Zeit „Highway to Hell“ abgespielt, hätte sicher klasse zu unserer Fahrt gepasst =). Nur anschleichen kann man sich mit dem Ding nicht… Aufmerksamkeit ist einem garantiert, ob man nu will oder nich!!! ^^


Und jetzt gerade sitzen wir, am 23.10, auf Balkonien und trinken bloggemäß ein Bierche =)

Wir haben mehrere Posts gleichzeitig rein gestellt, also bitte auch noch auf "ältere Posts" klicken :P

Dann kommt Jessy…



... die bereits an ihrem ersten Abend für ein Bierchen bereit und auch am zweiten Abend auf Party aus ist. Jaaa, so kennen wir sie… Zusammen mit Jan, unserem Surferboy, den Svenja an einer Haltestelle hier auf Hawaii kennengelernt hat (In Bremen studieren sie beide an der Hochschule, haben sich aber noch nie gesehen… so klein ist die Welt…) und zwei seiner Freunde machen wir das Maddog unsicher. Es wird ein feuchtfröhlicher Abend, den Jessy gerne mit nem Becher instant-Nudeln beenden würde. Leider ist sie ihres Körpers nicht mehr Herrin und lässt ihr begehrtes Essen einfach mal stumpf auf den Teppich fallen. Kein schöner Anblick, findet auch Isi, die uns ernsthaft glaubt, dass Jessy auf den Boden gekotzt hat. Gott sei dank ist alles halb so wild. Jessy macht sich n neues Süppchen und die Welt ist wieder in Ordnung. Kater lässt grüßen und der nächsteTag wird verschlafen. Abends noch ne Pizza und wieder ab ins Bett. Als Nini und Markus wieder bei uns ankommen, wird sich ein widerlich stinkendes Auto gemietet, man muss sparen wo man kann… Is halt nich immer n Chrysler drin und ne Leiche ham wa nich gefunden, also alles paletti. Nur das Kofferraum-Aufmachen ist jedes Mal ein todesmutiger Akt, aber damit können wir umgehen. Also Nase zu und ab zum Lanikai chillen und danach zum Kailua Beach, Body Boarden. Inspiriert von dieser Action, treibt es uns zusammen mit Jessy auf den Diamond Head, der Isi und ihr den Rest gibt. Isi: „Meine Beine wollen nicht trainiert sein!“ Jessy: Konnte nicht mehr viel sagen ^^ Nach dieser Anstrengung ersma n Nickerchen … Nachdem wieder neue Kraft getankt ist, wagen Svenja und Jessy ein mutiges Abenteuer: Trotz vierzig Grad Hitze, 100%iger Luftfeuchtigkeit und Mückenallergie, wagen sich die beiden in den Regenwald. Eingepackt wie bei -20 °C und eingedieselt mit stinke-Insektenverscheucher aus Ingas Medizinschrank, machen sie sich auf den Weg und kommen unbeschadet wieder hier an. Respekt! Der restliche Teil von Jessys Aufenthalt gestaltet sich als eher ruhig. Sie schläft sich viel Kraft für ihren bevorstehenden Umzug zusammen und wir ziehen unser Fazit nach diesen 12 Tagen: Jessy schläft und skyped sehr gern :D An dieser Stelle einen schönen Gruß an Chrille :P Der letze Abend von Jessys Urlaub hier bei uns ist gleichzeitig Svenjas Feier: Sie hat am nächsten Tag Geburtstag. Leider ist sie nicht ganz so in feier-Laune, weil David nicht bei ihr sein kann. Er hat keinen Platz im Fliegerbekommen und muss eine Nacht bei Paul in L.A. verbringen.

Da so super viel passiert ist, fassen wir die Highlights kurz zusammen.

Zu der Zeit mit Nina und Markus können wir sagen: Absolutes Chaosteam. Trubel rund um die Uhr ;) Aufgrund ihrer hochgradigen Entscheidungsfreude, wird mancher Tag allein mit der Planung des Tages verbracht. Trotz alledem sind die beiden stets auf Entdeckungstour und schaffen es, in der kurzen Zeit hier bei uns, die komplette Insel kennenzulernen. Langeweile haben wir mit den beiden nie, weil sie stets ein Plätzchen in ihrem Chrysler für uns frei haben. Als erstes fahren wir mit dem Auto die Ostküste entlang. Ein Wahnsinns-Gefühl, weil: ein Wahnsinns-Ausblick vom Highway aufs Meer! Am nächsten Tag verschlägt es uns auf die ‚Lost‘-Ranch (Kualoa-Ranch), wo wir uns auf die Spuren vieler bekannter Filme begeben (Pearl Harbor, Jurassic Park, Godzilla, Lost, 50 erste Dates, George der aus dem Dschungel kam usw.). Für 21 Dollar fährt uns ein Bus zu den verschiedenen Drehorten
und die Landschaft ist einfach atemberaubend. Auch Ninas Wunsch, tropische Früchte zu finden, wird erfüllt: Nachdem sie plötzlich verschwunden ist, kommt sie ganz stolz mit drei Kokosnüssen aus dem Gebüsch hervor . (Leider konnten wir diese nie öffnen und mussten sie ins Jenseits unseres Müllschluckers verbannen). Am gleichen Tag führt es uns noch in einen Botanischen Garten, wo wir die prächtigsten Pflanzen und die fiesesten Mücken entdecken (Svenja wirkt immer noch angeschwollen :P).

Um den Sonntag perfekt zu machen, beschließen wir, den beiden den Bilderbuch-Strand Lanikai zu zeigen. Mit Auto gestaltet sich diese Reise um einiges einfacher und wesentlich schneller: Mit Auto 30 Minuten, mit Bus mind. 3 Stunden… Auch bei unserem zweiten Besuch sind wir von der Schönheit des Strandes fasziniert (Solch einen weichen weißen Sand findet man selten) und machen unsere ersten Schnorchelerfahrnungen. Eben so schön, nur mit größeren Wellen und deshalb mehr zum Body-Boarden, als zum Chillen und Schnorcheln geeignet, ist der Kailua-Beach, der sich genau neben dem Lanikai befindet. Hier testen wir unsere ersten eigenen Body-Boards, die leider gleich am ersten Tag zerbrechen. 10 Dollar waren wohl doch keine so schlaue Investition.
Da Svenja nach dem Besuch des botanischen Gartens eine Mückenphobie entwickelt hat, fahren wir am nächsten Tag ohne sie in den Regenwald. Voller Abenteuerdrang schlagen wir uns durch die Tiefen des Urwalds, um zu einem Wasserfall zu gelangen, der leider ausgetrocknet ist. Zwar gibt es keine reißenden Bäche zu sehen, dafür aber die exotischsten Pflanzen und ein lauthals krackelender Kakadu in den Baumkronen. Ergebnis unseres Trips: Jedes freiliegende Körperteil hat mindestens einen Mückenstich, oder ist ein einziger Mückenstich, wie Claudis Rücken
Kurz bevor Nina und Markus uns vorrübergehend verlassen, gehen wir noch ins Hard Rock Cafe, in dem wir ein schönes Madonna-Korsett für Isi entdecken. Claudia wartet noch immer auf Isis Auftritt… („Isi: Naja, vielleicht auf Maui oder Kauai…“)

Ein riesengroßes Highlight der Zeit mit Nina und Markus: Wir sind mit einer Schildkröte geschwommen!! Wir haben sie beim Schnorcheln in der Hanauma-Bay getroffen – ein Wahnsinns-Erlebnis. Das coolste Tier der Welt! Von dieser Erfahrung völlig aufgedreht, sind wir dann noch an die Northshore gefahren, wo bereits die nächste Schildkröte auf uns gewartet hat. Es war ein größeres Exemplar namens Isabella, die gerade am Strand gechillt hat. Geduldig hat sie unsere Fotosession ertragen… Isi hat sich aber nicht nur mit der Schildi angefreundet, sondern auch mit einem Alt-Hippie, der ziemlich neidisch darauf war, dass Markus gleich vier Frauen an seiner Seite hatte. Er hat versucht, Isi für sich zu gewinnen „ Only one night honeymoon, then I will bring you back to mummy“, aber sie hat sich nicht erweichen lassen… ein verrückter Vogel!

We're back again =)

Seit unserem letzten Post sind einige Wochen vergangen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass wir seit dem 13. September durchgehend volles Haus haben. Nun ist wieder ein bisschen Ruhe eingekehrt, der letzte ‚Überlebende‘ ist David, dem wir noch weitere 2 Wochen Asyl gewehren (David weiß ja: ab 2 Wochen wird Miete gezahlt )
Angefangen hat unser Besuchermarathon mit Nina und Markus, die wir am 13ten mit rosa Lei-Blumenketten empfangen haben. Da der Bus, wie sollte es auch anders sein, mal wieder fast ne Stunde zu spät kam, mussten wir uns die Zeit tragischerweise mit bekloppten Fotos vertreiben. Kein Problem für uns, der Flughafen hat ja nur ein Gate, da ist es nicht schwer, die verlorene Zeit wieder aufzuholen und die beiden zu finden. Dachten wir. Auf den Ankunftsort wartend, haben wir im Bus verweilt, bis der Fahrer uns freundlicherweise drauf hingewiesen hat, dass wir doch endlich aussteigen sollten, er befände sich bereits auf dem Rückweg. Zu unserem Erstaunen besteht der Flughafen in Honolulu nicht nur aus mehren Gates, sondern sogar auch aus mehreren Etagen. Bei unserer zugedröhnten Ankunft haben wir das wohl nicht mehr mitbekommen. Um in unserem Zeitlimit zu bleiben, mussten wir wiedermal die Beine in die Hand nehmen und wie die Besengten durch den Flughafen pesen. Panisch umherirrend und Leute ausfragend („Is this Flight number …? I think my sister got lost!“), haben wir schließlich das richtige Kofferband erreicht. Voller Enthusiasmus wollten wir dreimal fälschlicherweise eine rothaarige Fremde umarmen, die haargenau wie Nina aussah. Trotz unserer zu späten Ankunft und des stetig leerer werdenden Kofferbandes, waren Nina uns Markus nicht in Sicht. Verwirrung pur. Umso größer war die Freude, als wir sie endlich finden. Mit unserer stürmischen Begrüßung haben wir unsere beiden völlig übermüdeten Besucher überfordert. Die folgenden elf Tage waren vollgepackt mit Unternehmungen, bis es für die beiden am 25sten für 5 Tage nach Maui ging. Am Tag ihrer vorübergehenden Abreise konnten wir Jessy bei uns willkommen heißen. Am 29sten stießen Nina und Markus wieder für weitere drei Tage hinzu, bevor es für die beiden am 1.10. zurück nach England ging. Jessy blieb uns noch für weitere 6 Tage erhalten. Auch Jessys Heimreise bedeutete für uns nicht nur Abschied, denn noch am selben Tag, konnten wir David und Jules in die Arme schließen.

Sooooooooooo… Aufgrund der sich als sehr kompliziert erweisenden An- und Abreisedaten unserer Besucher, halten wir es für notwendig, dieses einmal grafisch darzustellen



Ankunft N&M N&M Maui Abfahrt N&M Abfahrt Je Ankunft Je Ankunft D&Ju 13.09. 25.09. 01.10. 07.10.

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Okay, geht nich, wir gebens auf ^^



2009/09/15

Dole Plantagen



Die Plantagen an sich sind eher langweilig und nicht empfehlenswert. Nichts von den „Attraktionen“ ist umsonst. Das viel zu teure Eis schmeckt allerdings sehr lecker.
Weswegen uns dieser Tag dennoch gefallen hat, liegt nicht nur an dem spontanen Besuch im „Regenwald“, sondern auch an Isis glänzenden Englischkenntnissen ;)
Sie fragt den Busfahrer:“ We want to go to the Änanans Plantagens where we have get off?
Auf den unverständlicherweise sehr fragenden Blick des Busfahrers betont sie:“ÄNANAS PLANTATION“.
Svenja eilt ihr zu Hilfe und flüstert ihr ins Ohr: „ Pineapple“.
Wir würden gerne wissen, was sich der Busfahrer bei diesem Spektakel gedacht hat.
Das Gelächter auf unserer Seite ist groß und die mal wieder sehr lange Busfahrt kann damit zum Teil versüßt werden.
Auf unserem Trip lernen wir Thorsten, einen deutschen Rundreisenden kennen, mit dem wir den Rest des Tages verbringen.
Sein Angebot ihn zur Nord-Küste zu begleiten, nehmen wir gerne an und bekommen so doch noch etwas Interessantes zu sehen.
Laut ihm erwarten uns strömende Wasserfälle, die sich dank einer Trockenperiode jedoch als eher plätschernd heraus stellen.

...just to let u know

Nachdem wir, für unseren Geschmack, genug Kontakt zu den Insekten dieser Insel hatten, konzentrieren wir uns nun auf die menschliche Spezies. Die Uni beginnt. Während Svenja bereits nach fünf Minuten Einführung die ersten Prüfungsdaten um die Ohren gehauen bekommt, lernen Isi und Claudi den coolsten Dozenten der Welt kennen. Da aus seinem eigentlichen Plan, Rockstar zu werden nichts geworden ist, unterrichtet er nun mit Leidenschaft Anthropologie! Durchgeknallter geht's kaum. Svenja fragt sich an dieser Stelle nicht zum ersten Mal, warum in aller Welt sie Biologie studiert.... Dass Sveni jeden Tag in der Woche Uni hat und Isi und Claudi nur zwei mal, macht die Sache nicht besser... Ihr Wunsch: „Wenn ich dann wenigstens doppelt so intelligent wäre, das würde mir ja schon reichen!“ Die Kurswahl sieht folgendermaßen aus: Isi und Claudia haben Dienstags „Photography“ und „Poverty and Culture“ und Donnerstags „Photography“ und „Men/Women in Modern Society“. Außerdem einen Onlinekurs „ Anthropology of the City“. Svenja hat sich für die Kurse „Marine Vertebrate Zoology“, „Human Anatomy“ , „Anatomy and Physiology“ und „Genetics“ entschieden. Ihr Enthusiasmus ist sooo groß, dass sie bereits den vierten Unitag völlig verplant, einfach mal ne Stunde zu spät los fahren will und sich schließlich entscheidet, gar nicht mehr hin zu fahren. Würde sich wegen dem langen Weg nicht lohnen und den Laborkurs streicht sie eh, bevor sie ihn kennengelernt hat. Zum Unterricht können wir sagen, dass es bei Isi und Claudi cooler ist als in Deutschland, auch wenn man viel mehr Aufgaben bekommt. Man macht mehr praktische Sachen, nicht nur Theorie. Wir würden jedem Kulturwissenschaftler zu einem Semester hier auf Hawaii raten. Bei Svenja ist es so, dass nicht viel Zeit mit Reden verbracht wird. Auf die Personen im Einzelnen wird nicht viel Wert gelegt, man hält sich mit dem Kennenlernen nicht auf. Wer nichts verstanden hat, kann einmal nachfragen. Danach muss er sich den Rest halt alleine beibringen. Wie hoch die Ansprüche sind kann sie nicht sagen, dies werden die vielen Klausuren zeigen.
Wir halten euch auf dem Laufenden sobald wir mehr dazu sagen können.
Beim Feiern-gehen ist es so, dass der Abend früh beginnt und dem entsprechend auch schon so gegen drei Uhr endet. „Abspacken“ kennen se hier noch nicht, wird von uns aber noch eingeführt. Für alle, die „Abspacken“ nicht kennen: Es bedeutet, sich einfach so in der Disco zu bewegen, wie man will und nicht darauf zu achten, wie man beim Tanzen aussieht. Auch bei unserem ersten Discobesuch hat sich das Kontakteknüpfen als äußerst einfach herausgestellt. Uns wird gerne etwas ausgegeben und auch wenn wir erzählen, dass wir vergeben sind, lässt das Interesse an unserer Person nicht nach. Lustig sind die Film-Amis: Wir haben einen Kerl kennen gelernt, der genau aussah wie Ken! (Gestriegelt und Geleckt, oder wie das heißt). Als wir ihm dies sagen (und wir meinen es nicht als Kompliment!) freut er sich riesig... Komischer Kerl, gibt’s hier aber zur Genüge.
Es gibt hier aber auch coole Leute, wie zum Beispiel Ali, mit dem wir immer noch schreiben und den wir sicher noch weitere Male sehen werden.

How to catch a Cockroach

Was macht man, wenn man nachts von einem riesigen Käfer besucht wird? Klare Sache: Ersma panisch schreien!
Sobald Isi dann zur Hilfe eilt, wird das Vieh zu zweit betrachtet und verweifelt. Als Isi sieht, wie Claudia ängstlich auf dem Bett steht und schon Tränen in den Augen hat, packt sie der Beschützerinstinkt. Etwas groooßes muss her, um das Monster zu fangen! Nur was ? Ne Tüte? Klaaaar Isi, klasse Idee... Eimer oder Cornflakesschachtel?! Beides nicht optimal, wird aber trotzdem getestet. Dirrty is leider für dieses Monstrum zu klein... (Klasse! Da denkt man, der Staubsauger beschützt einen wenn schon kein Mann im Haus ist und dann sowas...). Mehrere Versuche das Biest zu schnappen enden leider nur in hysterischem Gekreische (sollen wir lachen oder weinen, wir sind uns nicht so sicher).
Zwischendurch eine Stimme aus dem Hintergrund: „Was ist da los? Hey! Was ist denn da los bei euch?“ Niemand zu sehen, keine Zeit zu antworten, volle Konzentration auf Riesenkäfer!
Während Claudia mit einem Pappteller bewaffnet noch immer auf dem Bett steht (sicher ist sicher!), versetzt Isi dem Monster einen solchen Schreck, dass dieses zunächst auf den Boden fällt, seinerseits Panik bekommt und lieber durch die Balkontür flüchtet....
Das Unheil ist überstanden, wenn auch nur knapp. Danke der Retterin Isi!!!
Inzwischen begibt auch Sveni sich mal aus ihrem Zimmer. Sie war eigentlich schon im Land der Träume, musste nun aber doch dem Lärm auf den Grund gehen. Ihr Kommentar: „Boah, was is denn hier los? Dachte erst irgendwas schmort, weil ich deine Zigarette gerochen habe. Dann euer Gekreische, da war ich mir sicher es brennt!“ Man staune über die Lässigkeit, mit der sie einen Brand bemerkt. Wenn man Todesschreie hört, lieber fünf mal aus dem Zimmer rufen, als dieses zu verlassen und nach dem Brandherd zu suchen... ^^ Naja, war ja „nur“ n Riesenkäfer...
Jules musste sich das Spektakel zum Teil über Webcam anschauen. SEIN Kommentar: „Geil, ich konnte dir in die Hose gucken“ (KLAAAASSE). Ihr seid so Helden...
Gott sei Dank hat wenigstens Isi Claudia zur Seite gestanden!
Erstaunlich ist, dass Jules, obwohl Claudis Mikro auf stumm gestellt war, unsere Schreie hören konnte... kein Wunder, dass der Käfer freiwillig die Flucht ergriffen hat! Was sagt uns das? : Panisches Gekreische ist nicht so bescheuert wie immer alle sagen! :D
P.S.: Claudia hat noch immer Angst, dass das Biest irgendwo im Dunkeln auf sie lauert...

Besuch von Svenjas Campus mitten in den Bergen


Plan war: den Campus innerhalb von 20 Minuten erreichen. Ergebnis ist: Wieder mal ewiges Busgefahre, dieses Mal jedoch nach einigen Umwegen Ziel erreicht. Wir sind verblüfft über die Lage im Isi-Slang called „Regenwald“. Ihr Kommentar zur hohen Luftfeuchtigkeit: „Boah, hier schwitze ich wie n Schwein!“ Svenja : „Ich finds geil.“

Und nun sitzen wir auf Großbalkonien mit dem billigsten und hochprozentigsten Bier der Insel und bereiten uns auf unsere erste Partynacht in Chinatown vor. Ui, das Bier wirkt: Isi ist grad gegen unsere Balkon-Scheibe geflitzt… „Haha, das ist mir noch nie passiert, ich hab immer nicht verstanden, warum euch das passiert.“ Svenja: „das ist auch gemein, wir müssen da so kleine Vögel dran kleben.“

The Killerworm is comin‘


Aufgrund des kläglichen Tagesausflugs, wollen Svenja und Claudi sich den Abend mit einem Cocktail versüßen. Plan gut, Ausführung mangelhaft :D Nachdem eine Bar nach der anderen abgeklappert wird, stellen sie fest, dass die Happy Hour nur bis 8pm geht (Wasn das fürn Dreck??). Sie entscheiden sich für nen Mitternachtssnack bei Mc Donalds. Svenja hat sich gerade ihren Picknickplatz eingerichtet, da kommen die Ameisen. Macht ja nix, schließlich stammt sie von hier („Es ist so schön hier, ich fühl mich total wohl. Es könnte gut angehen, dass ich in meinem früheren Leben mal Hawaiianerin war.“). Keine zehn Sekunden später startet das Drama: Wildes Gekreische, kombiniert mit noch wilderem Rumgespringe und Pommes-in-die-Welt-Verteilen, reißt Claudi aus ihrer Träumerei. Was ist da los? Ein quietschendes „DA DA DA“ weißt sie auf den Übeltäter hin: Eine riesige Kakerlake macht sich über Svenjas Pommes her. Eine Beobachterin der Szene versucht sie zu beruhigen: „It’s only a cockroach“. Genau DAS is das Problem!! Soviel zu ihrem früheren Leben… Auf den Schock lieber an den ruhigen Strand verdrückt, wo das nächste Unheil auf sie lauert. Der idyllische Moment muss festgehalten werden. Claudia vergräbt für die optimale Aufnahme-Position im Sand, um von ihrem Model ein perfektes Foto schießen zu können. Plötzlich: ein brennender Schmerz im Nackenbreich. Quelle: ekelhafter Wurm mit vielen Beinen. Panik bricht aus. Svenja sieht Claudia schon tödlich vergiftet und beobachtet ängstlich das Anschwellen der Bissstelle. Was tun? Besoffene Hawaiianerin um Rat fragen! Ihre plausible Erklärung: Der Wurm war eifersüchtig, weil du so schön bist, deswegen hat er dich gebissen. Erklärung akzeptiert. Claudi befürchtet, dass sie als Wormwoman aufwacht, die Svenja tragischerweise tottrampeln müsste. Scheiß auf 20 Jahre Freundschaft. Aber auch Isi hätte keinen Wurm als Roommate geduldet. Gott sei Dank haben sich alle Befürchtungen in Luft aufgelöst. Von der Bissstelle ist nichts mehr zu sehen. Was geblieben ist: Angst vorm fiesen „Jealoupea/Jealoupee… „, oder wie dieses Monster auch immer heißen mag.

Unser erster Tagesausflug auf Hawaii

...jedenfalls sollte es einer werden.Es fängt damit an, dass Isi die grandiose Idee hat, zum wunderschönen Lanikai-Strand zu fahren. Idee gut, Ausführung mangelhaft: Plan war, mit drei Bussen innerhalb einer Stunde den Strand zu erreichen. Ergebnis ist: Nach 4 Stunden Busfahren, am Startpunkt wieder anzukommen, ohne den Strand überhaupt gesehen zu haben. Naja macht nix, haben wir einen anderen Punkt auf unserer Liste abgestrichen: Insel-Rundtour. Auch gut. Legen wir uns halt ein weiteres Mal an unseren Home-Strand, bis die Sonne ne Stunde später untergeht. Gut, dass Svenja sich mit 50er-Sonencreme eingeschmiert hat, auch Bus-Klimaanlagen können ohne Schutz zu schweren Verbrennungen führen. An dieser Stelle vielen Dank an den netten Busfahrer, der uns so hilfsbereit gesagt hat, wann wir aussteigen müssen: „Lanikai?! You missed the stop!“

Unsere Wohnung

Nachdem wir den Fängen einer höchstkriminellen Wohnungsmafia entkommen sind, haben wir ein idyllisches Plätzchen ganz in der Nähe des Strandes gefunden. Es handelt sich um ein Drei-Zimmer Appartment mit 2 Bädern, 3Balkonen und einem Swimmingpool, den wir noch immer suchen Das SCHÖNSTE an unserer Wohnung waren die vielfältigen Essensreste und die dicken Asiaten-Haare unserer Vorgänger, die wir in einer 5-Stündigen Chlorputzaction vernichtet haben. Falls irgendein Leben in dieser Wohnung existierte, ist es nun vernichtet! Claudi riecht, schmeckt und fühlt noch am nächsten Tag den Chlor. Ihr geht’s wieder gut, ihre Hose hat‘s leider nicht geschafft. Nachdem wir auch den Gestank mit einer gehörigen Portion Febreze den Gar ausgemacht haben, fühlen wir uns nun pudelwohl hier.
Bevor eingezogen werden kann, steht uns noch ein Shopping-Marathon im Wal Mart bevor. Der Plan lautet: Svenjas Smart und Isis Trolley leer räumen und als Transportmittel nutzen. Halbe Stunde auf den Bus warten, um dann festzustellen, dass keine Koffer im Bus erlaubt sind. Idee gut, Ausführung mangelhaft. Koffer weggebracht, nochmal ne halbe Stunde gewartet und schließlich doch im Wal Mart angekommen. „Ach, das kriegen wir auch noch mit…“ – lautet unsere Devise, bloß nicht ein 2. Mal fahren. Vollgepackt mit tollen Sachen, die die Wohnung schöner machen, wird sich in den „The Bus“ gequetscht. Selbst nen 17Dollar-„Staubsauger“ haben wir dabei. Trotz der lächerlichen Größe, können wir uns dieses Schnäppchen nicht entgehen lassen. `Dirrty‘ leistet seine Dienste, auch wenn es mit ihm etwas länger dauert. Weiterer Bonus: Staubsauger-Beutel inbegriffen, 3cm im Durchmesser.
Die letzte Nacht im Hotel wird nochmal aufregend: Claudi erschlägt Svenja im Schlaf. Diese denkt, es handelt sich um einen bösen Menschen, der sie mit Apfelsinen in eine Tüte gewickelt prügelt (fragt nicht!). Claudis Entschuldigung im Tiefschlaf: „Tut mir Leid, ich habe gerade die Schublade eingeräumt“ Beide brauchen DRINGEND wieder ihr eigenes Bett!
Nach Einzug in die Wohnung, beschließen wir zur Feier des Tages nach dem einen oder anderen Bierchen das Waikiki-Nachtleben zu erkunden. Was sollte man in Hawaii auch anderes machen, als in einen Irish Pub zu gehen, um die hawaiianische Kultur zu genießen J Wir haben uns noch nicht mal hingesetzt, da teilt uns die Kellnerin mit, dass unsere erste Runde spendiert wird. Is ja wie im Film, denken wir uns, aufs Zuprosten warten wir jedoch vergebens. Das Bier schmeckt trotzdem. So kann der Abend weitergehen. Es dauert nicht lange, da knüpfen wir die nächsten Kontakte. Ein netter schwarzer Military-Mann und sein Kumpel kommen mit uns ins Gespräch, gehässigerweise nennt er uns ‚Babys‘, wir mögen ihn trotzdem. Mit ihm spielen wir 2 Runden Dart, in denen er zu seiner Erschütterung ziemlich abloost. Isi gewinnt beide Runden. Dass sie dabei Punkte erschummelt, erwähnen wir an dieser Stelle nicht ;) Wir würden ihm gerne noch ein paar Fragen zu seinen US Army-Erfahrungen stellen, finden es zu diesem Zeitpunkt aber zu persönlich. Trotz seines Angebotes, uns nachhause zu fahren, entscheiden wir uns für einen entspannten Fußmarsch.
Am nächsten Tag ist der Zeitpunkt gekommen, uns etwas dem Studentenleben zu näheren. Wir beginnen die Anmeldeprozedur an der Uni in Downtown. Diese sieht folgendermaßen aus: An getrennten Tischen im Klassenzimmer sitzen (Scheiße, wie soll man denn da schnacken uns abschreiben??), und einem einstündigen, laut Svenja einschläfernden Vortrag lauschen. Anschließend von Gebäude zu Gebäude rennen, unterwegs die Hälfte vergessen, feststellen, dass auch in den USA Svenjas Unterlagen verbasselt wurden, zwischendurch ein cooles HPU-Shirt shoppen und sich die Student-ID-Wartezeit damit überbrücken, dass man sich selber Nachrichten auf die Studivz-Pinnwand schreibt („Halt die Ohren steif“ – ja Claudi, wenn das sonst niemand zu dir sagt, dann machs doch selber) Nachdem wir auch noch unser Semesterticket erwerben, geht es ans ID abholen. Anschließend fahren wir wieder einkaufen, Busfahren is ja nun umsonst. Diesmal geht’s zu ‚Don Quijote‘ um Geld zu sparen. Nach dreistündigem Preisvergleich stellen wir an der Kasse fest: Scheiße, doch zu teuer. Die Einpackkünste der Kassiererinnen sind sensationell. An der Kasse werden unsere Waren, die in Deutschland in 5 gepasst hätten, in 50 Tüten gepackt. Alles zu unserem Vorteil, so sparen wir Mülltüten. Auch wenn Svenjas Biologen-Herz schreit.

2009/09/01

Internet

Im Moment warten die Mädels darauf, dass sie Internet in der Wohnung bekommen.


Heute wollen sich wohl auch ein amerikanisches Handy kaufen. Svenjas deutscher Vertrag ist im Moment nicht mehr aktiv. Weiß nicht, wie das bei Claudias aussieht.




so long

(David)

2009/08/30

Wir kommen voran...

Mittwoch

Inzwischen sind wir gut im Hotel angekommen und feiern unser schönes, SAUBERES Zimmer! Essen besteht zwar noch immer aus Tütensuppen, wir steigern unseren Status jedoch stetig. Die Engländerin hat uns geantwortet, wir sollen das Geld über die Western Union an ihren „Agenten“ überweisen, jedoch sagen, dass wir es an einen Verwandten schicken. Wir trauen der Sache nicht und lassen David weitere Nachforschungen betreiben. In der Zwischenzeit schauen wir uns ein schönes Appartement an, das uns super gefällt. In der Nacht dann die Horror-SMS von David: Das mit dem Zimmer ist Betrug! Gebt keine weiteren Daten raus und schreibt ihr nicht, bevor wir gesprochen haben. Claudi liest die Nachricht zuerst und weckt Svenja. Beide bekommen Panik und sehen sich schon im Hotel aufgesucht. Zigarette muss her! Nach einer beruhigenden SMS von David wird noch n Stündchen gedöst. Dann schnell ins Internet, die Sache klären. David hat durch Zufall rausgefunden, dass es sich um weltweite Betrüger handelt! Es ist die neue Masche einer Mafia, die die Anonymität der Western Union Bank ausnutzt, um ihre Geschäfte abzuwickeln. Also Vorsicht wenn etwas über Western Union bezahlt werden soll! Euer Geld ist weg und der Empfänger kann nicht mehr nachvollzogen werden. David, du bist unser aller Held und ein Hoch auf deinen Bruder. Jetzt schnell das andere Appartment sichern. Dies klappt, nun muss das Geld her! Eine Internetsession später ist die Sache gesichert – Vielen Dank an Claudis Eltern und Isis Mum! Das Abeheben klappt dann doch nicht ganz wie geplant. Wir machen uns auf den Weg nach Downtown und stellen fest, dass wir am Schalter kein Geld bekommen. Weil wir Dödel die Notfallnummer der Sparkasse nicht dabei haben (Sparkassen Mann: „Klebt euch die irgendwo hin“ Claudi u Svenja: „ja ja“ und lassen sie zu Hause im Ordner) wird das Geldabheben auf den nächsten Tag verschoben und der Tuberkulose-Test in Angriff genommen. Diesen wollten wir schon Montag machen, wurden aber von einem netten Master-Studenten darauf aufmerksam gemacht, dass wir keine 40 $ zahlen müssen (wir haben uns schon über das Schnäppchen gefreut) sondern ihn auch KOSTENLOS bekommen können. Noch besseres Schnäppchen. Adresse hierfür ist 1700 Lanakila Ave, Honolulu, HI 96817, zu erreichen ab Waikiki mit der Linie 2 oder 13. Ein kleiner Pieks und es ist geschafft.

Der Abend wird endlich mal ruhig angegangen.


Donnerstag 08/27/09 – Der Tag des Mietvertrages


Voller Elan wird sich früh morgens auf den Weg gemacht. Heute soll der Tag sein, an dem wir unseren Mietvertrag unterschreiben. Für Claudi die erste eigene Wohnung- aufregend!!! Nachdem wir gestern Abend mit dem Sparkassen-Mann abgeklärt haben, dass er unser Kreditkartenlimit hochsetzt, sind wir guter Dinge, dass wir genug Geld abheben können. MÖÖÖPS falsch gedacht! Es klappt schon wieder gar nichts und die Panik steigt in uns hoch. Ein weiterer Anruf nach Deutschland klärt das Dilemma auf: Laut der netten Notfall-Frau der Sparkasse haben wir nicht nur ein Kreditkartenlimit, sondern auch ein Tageslimit. Dieses ist leider nicht hoch genug, um die gesamte Miete mit Deposit zahlen zu können. Geil !!! Uns bleibt nix anderes übrig, als mit weniger Geld zur Marklerin zu gehen. Kurz vorm Ziel kommt uns die Idee, dass wir ja auch noch EC-Karten haben, also schnell wieder zum Automaten geflitzt. Nix, EC-Karte bringt auch nich genug Geld, also zurück zur Maklerin und mit Scham und etwas Angst die Sache gestanden. Wir sehen den Deal schon geplatzt, aber die gute Frau scheint uns zu mögen und lässt uns den Vetrag trotzdem abschließen. Das Restgeld können wir morgen oder Montag bringen, ihr egal. Super Sache, wir haben also doch unser Traumappartment, direkt am Strand bekommen! Wir sind happy! Eine bitterböse Email an den Sparkassen-Mann können wir uns dennoch nicht verkneifen. Nachdem die gute Nachricht an die Lieben überbracht ist, bekommt Svenja unzähmbaren Appetit auf Pizza. Zur Feier des Tages gehen wir zum Italiener, wo sie sich eine 18 $ Pizza gönnt, die nach Lasagne schmeckt. * Yummi * Der Rest der Besatzung gibt sich, mal wieder, mit Tütensuppen zufrieden. Dann chillen wir uns an den Pool, ein bisschen Sonne tanken haben wir uns nach über einer Woche pausenloser Hetzerei redlich verdient!!! Noch schnell was zu Naschen besorgt und auf die Liege gehauen. Kaum zu glauben, nach nur einer Stunde in der Sonne, es ist bereits nachmittags, zeigt sich bei allen die erste Rötung! Gut, dass Claudia Sonnenöl eingepackt hat! Zurück im Zimmer machen Svenja und Claudia sich frisch. Isi betreibt in der Zeit das große Fressen. Alle fünf Minuten zieht es sie zurück in die Küche- ein erbarmungsloser Hunger auf Fast Food... Hinsetzen, Essen, Nachschub holen- auch eine nette Sportart ;)

Die ersten Eindrücke

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Erster Tag

Kaum ist die Sonne aufgegangen, nutzen wir die Gelegenheit, unser Zimmer zu tauschen. Der nette Transvestit an der Rezeption namens Rihanna macht uns gegen einen geringen Aufpreis ein schniekes Viererzimmer mit „private room“ klar. Also nochmal Koffer schleppen, dafür aber gerne! Wir sind wieder glücklich! Runter zum Frühstück: Matsche-Brot, Erdnussbutter, Marmelade! Was braucht man mehr? Nun auf dem schnellsten Weg ab zum Strand! Die 200 Meter sind schnell geschafft und wir kommen aus dem Staunen nicht mehr raus! „Is ja wie im Fernsehen!“ Trotz aller Eindrücke muss mit der Wohnungssuche begonnen werden und wir kaufen uns unsere erste amerikanische Zeitung: Den „Hawaiian Advertiser“. Da heute inzwischen Samstag ist und anscheinend keine Sau auf Hawaii arbeitet, ist die Suche eher wenig erfolgreich. Hartes Brot für Claudis sonst so aauuuusgeprägte Geduld... Plan B: In der Gegend rumeiern und freistehende Appartements suchen... Nich soo erfolgreich, aber egal.

Vielleicht bringt der Sonntag mehr?! Zumindest sollen in der Zeitung viele Anzeigen sein. Abwarten und schon um neun tot ins Bett fallen.

Zweiter Tag

Nach reichhaltigem Frühstück, mit den Liebsten skypen und sagen, dass unsere Welt wieder im Gleichgewicht ist. Dann die Newspaper besorgt und Wohnungen abtelefoniert. Wieder äußerst erfolgreich...! Vorausschauend wie wir sind, noch schnell eine Nacht mehr im Hostel gebucht. Zunächst wird per Telefon versucht, etwas bezüglich der Wohnung zu erreichen. Claudi und Isi sind nicht erfolgreich, nu muss Svenja ran. Ausschnitt aus dem Telefonat: „ Oh scheiße, es klingelt!“ Große Augen, als jemand abnimmt, leises Fluchen von Svenja. Dann ein etwas amüsantes Gespräch, das seinen Höhepunkt hat, als Svenja sagt: „We are looking for an appartment, WHO is big enough for us all“ Da geht bei Claudi gar nichts mehr, sie k

riegt nen Lachanfall. Svenja bemerkt ihren Fehler und stimmt mit ein. Verzweifelt versucht sie die Situationzu retten: „ Oh scheiße, wart mal, *kicher* „aalso“ „tut mir leid geht nicht“ (Zu einem Menschen, der KEIN WORT DEUTSCH SPRICHT, liebe Svenja!) Claudi muss das Gespräch retten und einer ebenfalls lachenden Maklerin die Sache erklären. Unser erster Besichtigungstermin ist in 15 Minuten in einer Straße, dessen Namen wir nicht richtig verstanden haben und deswegen nur erahnen können. Noch kichernd machen wir uns schleunigst auf den Weg. Wie wir inzwischen wissen wird das mit der Pünktlichkeit hier nicht so genau genommen und

wir hätten gar nicht hetzen müssen! Die Maklerin kommt ne halbe Stunde zu spät: „Sorry, I was shopping“. Am Abend schreiben wir noch eine Standartmail an alle Wohnungsanbieter und gehen wieder früh schlafen. Die Zeit rennt hier wie im Flug!


Dritter Tag (Montag)

Schnell Frühstück, dann ran an PC, Mails checken. Eine vielversprechende Antwort erregt unsere Aufmerksamkeit: Nette 43-jährige Frau MUSS ihr Appartment vermieten, weil sie beruflich in England ist. Die Schlüssel schickt sie uns zu, alles klingt perfekt. Zu perfekt?! Svenja und Claudia trauen dem Braten nicht. Erste Nachforschungen bringen uns nicht weiter. Wir buchen erstmal ein super Hotel für die nächst Woche, das trotz drei Sterne für uns billiger ist, als das Hostel! Wenn man mit mehren Leuten ist, kann man sich super ein Hotelzimmer teilen und so jede Menge Geld sparen. Einfach last minute buchen. Zwar kommen dann vor Ort noch die „taxes“ hinzu, aber es ist dennoch ein wahres Schnäppchen. Danke an dieser Stelle an Markus! Der Umzug steht für morgen an. Zum Beachside Hostel können wir sagen, dass es trotz der ersten Unannehmlichkeiten ein super Hostel mit freundlichem Personal ist und eine bessere Lage hat als das sonst oft umworbene Seaside.

Ankunft auf Hawaii


Keine Hula-Ketten! :( Shuttle-Fahrer zum Hostel (vermutlich) besoffen. Claudia von Reisetablette völlig zugedröhnt. Endlich am Hostel angekommen: Stickiges, voll belegtes Achtbettzimmer mit packwütiger Asiatin und kissenklauender Irren, die nachts die Kerle zum Quickie einlädt („We could have a fuck“). Svenjas Matratze ist zu groß für ihr Bett, der Mann an der Rezeption zu alt, um etwas zu unternehmen. Also 90-Zentimeter-Bett teilen! Ergebnis der Nacht: Claudia bekommt kein Auge zu, weil sie Angst hat, aus dem Bett zu fallen. Svenja wacht alle 30 Minuten auf, weil sie Angst hat, Claudia raus zu schmeißen... What a night! Klasse erster Eindruck von Hawaii...

L.A. vierter Tag: Abreise nach Hawaii


Der letzte Tag wird zunächst mit genervtem Kofferpacken begonnen. Absolutes Chaos auf allen Seiten! Dann die Überlegung, wie wir am besten zum Flughafen kommen. Bus fahren? Bloß nicht!!! Die Jungs sind nicht da... Taxi? Hmmm... zu teuer! Also ein Busshuttle anrufen... Erstes Telefonat in Amerika wird halbwegs gut gemeistert. Hoffentlich klappt alles.

Am Flughafen angekommen gehen wir zielstrebig zu unserem Fluganbieter „Alaska Airlines“, die uns mitteilen, dass sie gar nicht nach Hawaii fliegen. Wir sollen zu Amerikan Airlines. Also wieder verwirrtes Rumirren. Dort angekommen, stellt die Frau am Schalter fest, dass Svenjas Smart (wie sollte es auch anders kommen???) 18 Pfund zu schwer ist und sie 70 $ zahlen muss, um ihn nach Hawaii zu transportieren. Scheiße!!! Dem Himmel sei Dank, haben wir eine absolut verständnisvolle und geduldige Schalter-Lady erwischt, die ohne zu murren so lange unsere Sachen mit uns hin und her räumt, bis wir ein Gepäckstück mehr haben und alles mitbekommen. Gut, dass Claudia dabei ist! Schlau wie sie ist, holt sie das Schwerste aus Svenjas Koffer und räumt es in ihren: Einen bestimmt 10 Tonnen schweren BH von Svenja, den sie zunächst stolz allen Leuten am Flughafen präsentiert. Was für einen Fang sie da gemacht hat! Es war zwar nicht sehr effektiv, sorgt aber für einiges Gelächter! ;)

Nach dem Einchecken gehen wir diesmal früher zum Gate, wollen ja nicht wieder ausgerufen werden! Dort stellen wir fest, dass unser Flug Verspätung hat und wir nicht zusammen sitzen. FREUDE!!! Nach endloser Wartezeit geht’s ab in den Flieger. Dank Svenja schaffen wir es doch, unsere Plätze so zu tauschen, dass wir zusammen sitzen können. Es kann los gehen. AB NACH HAWAII!!! Drei Stunden Bilderbuch-Sonnenuntergang wird uns auf Grund der Zeitverschiebung geboten. Was machen wir? Schlafen!


Unser Fazit nach unserem L.A.-Aufenthalt:

Los Angeles ist kalt! Die Sonne kommt erst spät (gegen 11 Uhr) und geht schon früh wieder unter. Am Abend ist es dann in der Stadt ganz schön kalt. Am Tage ist es zwar schön warm, allerdings hatten wir davon nicht viel, denn die Sonnenstunden haben wir meistens im Bus verbracht. Das Schlimmste daran ist, dass die Amis ihre Busse mit Hilfe von Klimaanlagen in fahrende Gefriertruhen verwandeln! Kein Witz, wir mussten uns zudecken, damit wir nicht zu Eisklötzen erstarren. Ein Auto ist ein must-have in LA! Die Stadt ist einfach zu groß, um sie mit dem Bus erkunden zu können! Los Angeles ist sicherlich eine schöne Stadt, aber man braucht mehr Zeit um sie für sich zu entdecken. Studieren wollen wir dort dennoch alle nicht. Wir freuen uns schon auf Hawaii =)

L.A. dritter Tag: Newport Beach ( O.C. California !!! )


Nach langem Hin und Her, welchen Strand wir besuchen wollen, entscheiden wir uns für Newport, dem Strand an dem O.C. California spielt. Venice Beach wäre zwar auch schön gewesen, ist aber mit dem Bus mal wieder nur sehr schwer zu erreichen und so langsam können wir Busse nicht mehr sehen! Am Strand angekommen, müssen wir zu unserer Enttäuschung feststellen, dass es das Lokal aus O.C in Wirklichkeit gar nicht gibt! Der Pazifik, den wir zu diesem Zeitpunkt das erste Mal sehen und die Umgebung des kleinen Hafens, finden wir dennoch atemberaubend. Jetzt schnell an den Strand, von der Busfahrt aufwärmen und einen Sprung ins Wasser wagen. Hat der Pazifik eigentlich Ebbe und Flut? Der Sprung ins Wasser wird schnell wieder von der Liste gestrichen, als wir feststellen, dass Katrin doch recht hatte: Das Wasser ist arschkalt!!! Also die Stunde, die wir haben, in der Sonne genießen und dann wieder auf die lange Busfahrt nach Hause begeben. Müssen früh zurück sein, weil wir uns als Dankeschön für den kostenlosen Aufenthalt bei den Jungs mit einem gemeinsamen Essen, etwas Bier und einem nächtlichen Bad im Whirlpool bedanken wollen. Zuhause angekommen, erwarten wir die Jungs bald zurück. Da das Telefonieren hier noch nicht so klappt, erhalten wir Pauls Anruf, dass die Jungs sich verspäten, leider nicht... Nach einer gefühlten Ewigkeit beschließen wir, einfach schon mal ein Bierchen zu schlürfen, um die Wartezeit bis zum Essen zu überbrücken. Nichts tut sich. Ende des Abends: Keiner hat was gegessen, das eine Bierchen schlägt gut an., Isi pennt im Bett und Claudia und Svenja werden wach, als Paul sie verwirrt dabei beobachtet, wie Claudia auf dem Sofa und Svenja im Klappstuhl dösen.

Ein gelungenes Dankeschön... Wir fordern als Entschädigung einen Besuch der Jungs auf Hawaii, mit Bier und Kochen ihrerseits.


L.A. zweiter Tag: Hollywood




Der zweite Tag sieht dann so aus, dass wir über eine Stunde an der Haltestelle warten, bis der Bus überhaupt erst kommt. Busfahrzeiten werden strengstens geheim gehalten... Dann geht es los Richtung Hollywood. Dieses erreichen wir nach unendlichem Warten an einigen Bushaltestellen und kleinen Kreislaufschwächen von Isi gegen Abend... Fünf Stunden Busfahren für zwei Stunden Hollywood, irgendwas machen wir falsch... Der erste Ärger legt sich aber schnell, als wir den Walk of Fame erreichen. Tausend Eindrücke prasseln auf uns nieder und wir wissen nicht, was wir zuerst bewundern sollen. Uschi will unbedingt die beiden Sterne aus Pretty Woman suchen, die, wie sie feststellen musste, gar nicht wirklich existieren und Isi ist auf der Suche nach Johnny Depp. Zwar hat sie ihn nicht live getroffen, hat es sich jedoch nicht nehmen lassen, seinen Stern zu knutschen ;)

Am Ende des Tages, also nach etwa zwei Stunden Aufenthalt, ziehen wir Resonanz: 1. Der Walk of Fame is viel größer als gedacht, er ist nicht nur EINE Straße, sondern besteht aus ganz vielen. 2. Svenja ist enttäuscht: Nix von Julia Roberts... 3. Es gibt keine verdammte Toilette in Hollywood! Um Pipi machen zu gehen muss man sich widerlich schmeckende Muffins kaufen.... Auf dem Weg nach Hause dann mal wieder völliges Chaos: Plan ist, mit der Metro bis Downtown zu fahren und dort in unseren Bus nach Haus zu steigen. Wir haben 10 Minuten, um von der Metro bis zur Haltestelle zu kommen. Laut Isi und Svenja kein Problem, die liegen ja dicht beieinander... Claudi ahnt schon das Übel und so kommt es auch: Raus aus der Metro, rüber zur Haltestelle. Scheiße, WO IST DIE??? Schnell die Straße runter gerannt, eine Frau gefragt. Okay, falsche Richtung, also wieder zurück gerannt. Rechts rum oder nicht? Keiner will der sonst eher verwirrten Claudia glauben, deswegen geradeaus weiter, statt rechts abgebogen... Immer noch keine Haltestelle, die Zeit wird knapp... Statt Ruhe zu bewahren, rennen wir einfach mal drauf los. Wir müssen den Bus noch kriegen, es ist spät und der nächste fährt erst in über einer Stunde, denken wir... Während unseres Run's spricht uns ein Mann an: „Are u lost?“ Svenja redet als erstes völlig panisch auf ihn ein, Isi und Claudi folgen ihrem Beispiel und verwirren den armen Mann völlig. Dieser versteht uns irgendwann endlich und will uns helfen. Er schaut über sein Handy im Internet nach und findet unsere Haltestelle. Eigentlich will er zu einem Konzert, das gleich beginnt. Eine Freundin will ihn mit Auto einsammeln. Als diese uns entdeckt, ruft sie im typisch amerikanischem Ton aus dem Auto: „ WHAT are u DOIN'???“ zuuu lustig. Während eines Hubkonzertes der anderen Autos brüllt er ihr zu, dass er uns nur den Weg erklären will und bietet uns an, uns zur Haltestelle zu fahren. Wir nehmen das Angebot erleichtert an. Ein Hoch auf die (oberflächliche) Freundlichkeit der Amis!!! Als wir zu Christel (so heißt die gute Frau) steigen, stellt sie keinerlei Fragen, wer wir sind. Wie selbstverständlich werden wir begrüßt und die Haltestellen-Jagd geht in die nächste Runde. Wir fahren durch halb L.A. Und enden am Staples Center, dort wo die öffentliche Trauerfeier für Michael Jackson stattfand. Es ist ganz toll da, unsere Haltestelle haben wir leider noch immer nicht gefunden. Phil, unser Retter, sucht verzweifelt mit uns, kann aber auch nix entdecken., irgendwann kommt der Anruf von Christel, wir sollen wieder einsteigen, wir sind falsch. Die Fahrt geht weiter und sie setzt uns genau dort ab, wo wir aus der Metro ausgestiegen sind. Wir hätten lediglich auf die gegenüberliegende Seite wechseln, oder ausnahmsweise mal auf Claudia hören sollen... Trotz allem war es ein ganz toller Tag und wir fallen müde ins Bett.


L.A. erster Tag: Downtown