Mittwoch
Inzwischen sind wir gut im Hotel angekommen und feiern unser schönes, SAUBERES Zimmer! Essen besteht zwar noch immer aus Tütensuppen, wir steigern unseren Status jedoch stetig. Die Engländerin hat uns geantwortet, wir sollen das Geld über die Western Union an ihren „Agenten“ überweisen, jedoch sagen, dass wir es an einen Verwandten schicken. Wir trauen der Sache nicht und lassen David weitere Nachforschungen betreiben. In der Zwischenzeit schauen wir uns ein schönes Appartement an, das uns super gefällt. In der Nacht dann die Horror-SMS von David: Das mit dem Zimmer ist Betrug! Gebt keine weiteren Daten raus und schreibt ihr nicht, bevor wir gesprochen haben. Claudi liest die Nachricht zuerst und weckt Svenja. Beide bekommen Panik und sehen sich schon im Hotel aufgesucht. Zigarette muss her! Nach einer beruhigenden SMS von David wird noch n Stündchen gedöst. Dann schnell ins Internet, die Sache klären. David hat durch Zufall rausgefunden, dass es sich um weltweite Betrüger handelt! Es ist die neue Masche einer Mafia, die die Anonymität der Western Union Bank ausnutzt, um ihre Geschäfte abzuwickeln. Also Vorsicht wenn etwas über Western Union bezahlt werden soll! Euer Geld ist weg und der Empfänger kann nicht mehr nachvollzogen werden. David, du bist unser aller Held und ein Hoch auf deinen Bruder. Jetzt schnell das andere Appartment sichern. Dies klappt, nun muss das Geld her! Eine Internetsession später ist die Sache gesichert – Vielen Dank an Claudis Eltern und Isis Mum! Das Abeheben klappt dann doch nicht ganz wie geplant. Wir machen uns auf den Weg nach Downtown und stellen fest, dass wir am Schalter kein Geld bekommen. Weil wir Dödel die Notfallnummer der Sparkasse nicht dabei haben (Sparkassen Mann: „Klebt euch die irgendwo hin“ Claudi u Svenja: „ja ja“ und lassen sie zu Hause im Ordner) wird das Geldabheben auf den nächsten Tag verschoben und der Tuberkulose-Test in Angriff genommen. Diesen wollten wir schon Montag machen, wurden aber von einem netten Master-Studenten darauf aufmerksam gemacht, dass wir keine 40 $ zahlen müssen (wir haben uns schon über das Schnäppchen gefreut) sondern ihn auch KOSTENLOS bekommen können. Noch besseres Schnäppchen. Adresse hierfür ist 1700 Lanakila Ave, Honolulu, HI 96817, zu erreichen ab Waikiki mit der Linie 2 oder 13. Ein kleiner Pieks und es ist geschafft.
Der Abend wird endlich mal ruhig angegangen.
Donnerstag 08/27/09 – Der Tag des Mietvertrages
Voller Elan wird sich früh morgens auf den Weg gemacht. Heute soll der Tag sein, an dem wir unseren Mietvertrag unterschreiben. Für Claudi die erste eigene Wohnung- aufregend!!! Nachdem wir gestern Abend mit dem Sparkassen-Mann abgeklärt haben, dass er unser Kreditkartenlimit hochsetzt, sind wir guter Dinge, dass wir genug Geld abheben können. MÖÖÖPS falsch gedacht! Es klappt schon wieder gar nichts und die Panik steigt in uns hoch. Ein weiterer Anruf nach Deutschland klärt das Dilemma auf: Laut der netten Notfall-Frau der Sparkasse haben wir nicht nur ein Kreditkartenlimit, sondern auch ein Tageslimit. Dieses ist leider nicht hoch genug, um die gesamte Miete mit Deposit zahlen zu können. Geil !!! Uns bleibt nix anderes übrig, als mit weniger Geld zur Marklerin zu gehen. Kurz vorm Ziel kommt uns die Idee, dass wir ja auch noch EC-Karten haben, also schnell wieder zum Automaten geflitzt. Nix, EC-Karte bringt auch nich genug Geld, also zurück zur Maklerin und mit Scham und etwas Angst die Sache gestanden. Wir sehen den Deal schon geplatzt, aber die gute Frau scheint uns zu mögen und lässt uns den Vetrag trotzdem abschließen. Das Restgeld können wir morgen oder Montag bringen, ihr egal. Super Sache, wir haben also doch unser Traumappartment, direkt am Strand bekommen! Wir sind happy! Eine bitterböse Email an den Sparkassen-Mann können wir uns dennoch nicht verkneifen. Nachdem die gute Nachricht an die Lieben überbracht ist, bekommt Svenja unzähmbaren Appetit auf Pizza. Zur Feier des Tages gehen wir zum Italiener, wo sie sich eine 18 $ Pizza gönnt, die nach Lasagne schmeckt. * Yummi * Der Rest der Besatzung gibt sich, mal wieder, mit Tütensuppen zufrieden. Dann chillen wir uns an den Pool, ein bisschen Sonne tanken haben wir uns nach über einer Woche pausenloser Hetzerei redlich verdient!!! Noch schnell was zu Naschen besorgt und auf die Liege gehauen. Kaum zu glauben, nach nur einer Stunde in der Sonne, es ist bereits nachmittags, zeigt sich bei allen die erste Rötung! Gut, dass Claudia Sonnenöl eingepackt hat! Zurück im Zimmer machen Svenja und Claudia sich frisch. Isi betreibt in der Zeit das große Fressen. Alle fünf Minuten zieht es sie zurück in die Küche- ein erbarmungsloser Hunger auf Fast Food... Hinsetzen, Essen, Nachschub holen- auch eine nette Sportart ;)