2009/08/30

Wir kommen voran...

Mittwoch

Inzwischen sind wir gut im Hotel angekommen und feiern unser schönes, SAUBERES Zimmer! Essen besteht zwar noch immer aus Tütensuppen, wir steigern unseren Status jedoch stetig. Die Engländerin hat uns geantwortet, wir sollen das Geld über die Western Union an ihren „Agenten“ überweisen, jedoch sagen, dass wir es an einen Verwandten schicken. Wir trauen der Sache nicht und lassen David weitere Nachforschungen betreiben. In der Zwischenzeit schauen wir uns ein schönes Appartement an, das uns super gefällt. In der Nacht dann die Horror-SMS von David: Das mit dem Zimmer ist Betrug! Gebt keine weiteren Daten raus und schreibt ihr nicht, bevor wir gesprochen haben. Claudi liest die Nachricht zuerst und weckt Svenja. Beide bekommen Panik und sehen sich schon im Hotel aufgesucht. Zigarette muss her! Nach einer beruhigenden SMS von David wird noch n Stündchen gedöst. Dann schnell ins Internet, die Sache klären. David hat durch Zufall rausgefunden, dass es sich um weltweite Betrüger handelt! Es ist die neue Masche einer Mafia, die die Anonymität der Western Union Bank ausnutzt, um ihre Geschäfte abzuwickeln. Also Vorsicht wenn etwas über Western Union bezahlt werden soll! Euer Geld ist weg und der Empfänger kann nicht mehr nachvollzogen werden. David, du bist unser aller Held und ein Hoch auf deinen Bruder. Jetzt schnell das andere Appartment sichern. Dies klappt, nun muss das Geld her! Eine Internetsession später ist die Sache gesichert – Vielen Dank an Claudis Eltern und Isis Mum! Das Abeheben klappt dann doch nicht ganz wie geplant. Wir machen uns auf den Weg nach Downtown und stellen fest, dass wir am Schalter kein Geld bekommen. Weil wir Dödel die Notfallnummer der Sparkasse nicht dabei haben (Sparkassen Mann: „Klebt euch die irgendwo hin“ Claudi u Svenja: „ja ja“ und lassen sie zu Hause im Ordner) wird das Geldabheben auf den nächsten Tag verschoben und der Tuberkulose-Test in Angriff genommen. Diesen wollten wir schon Montag machen, wurden aber von einem netten Master-Studenten darauf aufmerksam gemacht, dass wir keine 40 $ zahlen müssen (wir haben uns schon über das Schnäppchen gefreut) sondern ihn auch KOSTENLOS bekommen können. Noch besseres Schnäppchen. Adresse hierfür ist 1700 Lanakila Ave, Honolulu, HI 96817, zu erreichen ab Waikiki mit der Linie 2 oder 13. Ein kleiner Pieks und es ist geschafft.

Der Abend wird endlich mal ruhig angegangen.


Donnerstag 08/27/09 – Der Tag des Mietvertrages


Voller Elan wird sich früh morgens auf den Weg gemacht. Heute soll der Tag sein, an dem wir unseren Mietvertrag unterschreiben. Für Claudi die erste eigene Wohnung- aufregend!!! Nachdem wir gestern Abend mit dem Sparkassen-Mann abgeklärt haben, dass er unser Kreditkartenlimit hochsetzt, sind wir guter Dinge, dass wir genug Geld abheben können. MÖÖÖPS falsch gedacht! Es klappt schon wieder gar nichts und die Panik steigt in uns hoch. Ein weiterer Anruf nach Deutschland klärt das Dilemma auf: Laut der netten Notfall-Frau der Sparkasse haben wir nicht nur ein Kreditkartenlimit, sondern auch ein Tageslimit. Dieses ist leider nicht hoch genug, um die gesamte Miete mit Deposit zahlen zu können. Geil !!! Uns bleibt nix anderes übrig, als mit weniger Geld zur Marklerin zu gehen. Kurz vorm Ziel kommt uns die Idee, dass wir ja auch noch EC-Karten haben, also schnell wieder zum Automaten geflitzt. Nix, EC-Karte bringt auch nich genug Geld, also zurück zur Maklerin und mit Scham und etwas Angst die Sache gestanden. Wir sehen den Deal schon geplatzt, aber die gute Frau scheint uns zu mögen und lässt uns den Vetrag trotzdem abschließen. Das Restgeld können wir morgen oder Montag bringen, ihr egal. Super Sache, wir haben also doch unser Traumappartment, direkt am Strand bekommen! Wir sind happy! Eine bitterböse Email an den Sparkassen-Mann können wir uns dennoch nicht verkneifen. Nachdem die gute Nachricht an die Lieben überbracht ist, bekommt Svenja unzähmbaren Appetit auf Pizza. Zur Feier des Tages gehen wir zum Italiener, wo sie sich eine 18 $ Pizza gönnt, die nach Lasagne schmeckt. * Yummi * Der Rest der Besatzung gibt sich, mal wieder, mit Tütensuppen zufrieden. Dann chillen wir uns an den Pool, ein bisschen Sonne tanken haben wir uns nach über einer Woche pausenloser Hetzerei redlich verdient!!! Noch schnell was zu Naschen besorgt und auf die Liege gehauen. Kaum zu glauben, nach nur einer Stunde in der Sonne, es ist bereits nachmittags, zeigt sich bei allen die erste Rötung! Gut, dass Claudia Sonnenöl eingepackt hat! Zurück im Zimmer machen Svenja und Claudia sich frisch. Isi betreibt in der Zeit das große Fressen. Alle fünf Minuten zieht es sie zurück in die Küche- ein erbarmungsloser Hunger auf Fast Food... Hinsetzen, Essen, Nachschub holen- auch eine nette Sportart ;)

Die ersten Eindrücke

>

Erster Tag

Kaum ist die Sonne aufgegangen, nutzen wir die Gelegenheit, unser Zimmer zu tauschen. Der nette Transvestit an der Rezeption namens Rihanna macht uns gegen einen geringen Aufpreis ein schniekes Viererzimmer mit „private room“ klar. Also nochmal Koffer schleppen, dafür aber gerne! Wir sind wieder glücklich! Runter zum Frühstück: Matsche-Brot, Erdnussbutter, Marmelade! Was braucht man mehr? Nun auf dem schnellsten Weg ab zum Strand! Die 200 Meter sind schnell geschafft und wir kommen aus dem Staunen nicht mehr raus! „Is ja wie im Fernsehen!“ Trotz aller Eindrücke muss mit der Wohnungssuche begonnen werden und wir kaufen uns unsere erste amerikanische Zeitung: Den „Hawaiian Advertiser“. Da heute inzwischen Samstag ist und anscheinend keine Sau auf Hawaii arbeitet, ist die Suche eher wenig erfolgreich. Hartes Brot für Claudis sonst so aauuuusgeprägte Geduld... Plan B: In der Gegend rumeiern und freistehende Appartements suchen... Nich soo erfolgreich, aber egal.

Vielleicht bringt der Sonntag mehr?! Zumindest sollen in der Zeitung viele Anzeigen sein. Abwarten und schon um neun tot ins Bett fallen.

Zweiter Tag

Nach reichhaltigem Frühstück, mit den Liebsten skypen und sagen, dass unsere Welt wieder im Gleichgewicht ist. Dann die Newspaper besorgt und Wohnungen abtelefoniert. Wieder äußerst erfolgreich...! Vorausschauend wie wir sind, noch schnell eine Nacht mehr im Hostel gebucht. Zunächst wird per Telefon versucht, etwas bezüglich der Wohnung zu erreichen. Claudi und Isi sind nicht erfolgreich, nu muss Svenja ran. Ausschnitt aus dem Telefonat: „ Oh scheiße, es klingelt!“ Große Augen, als jemand abnimmt, leises Fluchen von Svenja. Dann ein etwas amüsantes Gespräch, das seinen Höhepunkt hat, als Svenja sagt: „We are looking for an appartment, WHO is big enough for us all“ Da geht bei Claudi gar nichts mehr, sie k

riegt nen Lachanfall. Svenja bemerkt ihren Fehler und stimmt mit ein. Verzweifelt versucht sie die Situationzu retten: „ Oh scheiße, wart mal, *kicher* „aalso“ „tut mir leid geht nicht“ (Zu einem Menschen, der KEIN WORT DEUTSCH SPRICHT, liebe Svenja!) Claudi muss das Gespräch retten und einer ebenfalls lachenden Maklerin die Sache erklären. Unser erster Besichtigungstermin ist in 15 Minuten in einer Straße, dessen Namen wir nicht richtig verstanden haben und deswegen nur erahnen können. Noch kichernd machen wir uns schleunigst auf den Weg. Wie wir inzwischen wissen wird das mit der Pünktlichkeit hier nicht so genau genommen und

wir hätten gar nicht hetzen müssen! Die Maklerin kommt ne halbe Stunde zu spät: „Sorry, I was shopping“. Am Abend schreiben wir noch eine Standartmail an alle Wohnungsanbieter und gehen wieder früh schlafen. Die Zeit rennt hier wie im Flug!


Dritter Tag (Montag)

Schnell Frühstück, dann ran an PC, Mails checken. Eine vielversprechende Antwort erregt unsere Aufmerksamkeit: Nette 43-jährige Frau MUSS ihr Appartment vermieten, weil sie beruflich in England ist. Die Schlüssel schickt sie uns zu, alles klingt perfekt. Zu perfekt?! Svenja und Claudia trauen dem Braten nicht. Erste Nachforschungen bringen uns nicht weiter. Wir buchen erstmal ein super Hotel für die nächst Woche, das trotz drei Sterne für uns billiger ist, als das Hostel! Wenn man mit mehren Leuten ist, kann man sich super ein Hotelzimmer teilen und so jede Menge Geld sparen. Einfach last minute buchen. Zwar kommen dann vor Ort noch die „taxes“ hinzu, aber es ist dennoch ein wahres Schnäppchen. Danke an dieser Stelle an Markus! Der Umzug steht für morgen an. Zum Beachside Hostel können wir sagen, dass es trotz der ersten Unannehmlichkeiten ein super Hostel mit freundlichem Personal ist und eine bessere Lage hat als das sonst oft umworbene Seaside.

Ankunft auf Hawaii


Keine Hula-Ketten! :( Shuttle-Fahrer zum Hostel (vermutlich) besoffen. Claudia von Reisetablette völlig zugedröhnt. Endlich am Hostel angekommen: Stickiges, voll belegtes Achtbettzimmer mit packwütiger Asiatin und kissenklauender Irren, die nachts die Kerle zum Quickie einlädt („We could have a fuck“). Svenjas Matratze ist zu groß für ihr Bett, der Mann an der Rezeption zu alt, um etwas zu unternehmen. Also 90-Zentimeter-Bett teilen! Ergebnis der Nacht: Claudia bekommt kein Auge zu, weil sie Angst hat, aus dem Bett zu fallen. Svenja wacht alle 30 Minuten auf, weil sie Angst hat, Claudia raus zu schmeißen... What a night! Klasse erster Eindruck von Hawaii...

L.A. vierter Tag: Abreise nach Hawaii


Der letzte Tag wird zunächst mit genervtem Kofferpacken begonnen. Absolutes Chaos auf allen Seiten! Dann die Überlegung, wie wir am besten zum Flughafen kommen. Bus fahren? Bloß nicht!!! Die Jungs sind nicht da... Taxi? Hmmm... zu teuer! Also ein Busshuttle anrufen... Erstes Telefonat in Amerika wird halbwegs gut gemeistert. Hoffentlich klappt alles.

Am Flughafen angekommen gehen wir zielstrebig zu unserem Fluganbieter „Alaska Airlines“, die uns mitteilen, dass sie gar nicht nach Hawaii fliegen. Wir sollen zu Amerikan Airlines. Also wieder verwirrtes Rumirren. Dort angekommen, stellt die Frau am Schalter fest, dass Svenjas Smart (wie sollte es auch anders kommen???) 18 Pfund zu schwer ist und sie 70 $ zahlen muss, um ihn nach Hawaii zu transportieren. Scheiße!!! Dem Himmel sei Dank, haben wir eine absolut verständnisvolle und geduldige Schalter-Lady erwischt, die ohne zu murren so lange unsere Sachen mit uns hin und her räumt, bis wir ein Gepäckstück mehr haben und alles mitbekommen. Gut, dass Claudia dabei ist! Schlau wie sie ist, holt sie das Schwerste aus Svenjas Koffer und räumt es in ihren: Einen bestimmt 10 Tonnen schweren BH von Svenja, den sie zunächst stolz allen Leuten am Flughafen präsentiert. Was für einen Fang sie da gemacht hat! Es war zwar nicht sehr effektiv, sorgt aber für einiges Gelächter! ;)

Nach dem Einchecken gehen wir diesmal früher zum Gate, wollen ja nicht wieder ausgerufen werden! Dort stellen wir fest, dass unser Flug Verspätung hat und wir nicht zusammen sitzen. FREUDE!!! Nach endloser Wartezeit geht’s ab in den Flieger. Dank Svenja schaffen wir es doch, unsere Plätze so zu tauschen, dass wir zusammen sitzen können. Es kann los gehen. AB NACH HAWAII!!! Drei Stunden Bilderbuch-Sonnenuntergang wird uns auf Grund der Zeitverschiebung geboten. Was machen wir? Schlafen!


Unser Fazit nach unserem L.A.-Aufenthalt:

Los Angeles ist kalt! Die Sonne kommt erst spät (gegen 11 Uhr) und geht schon früh wieder unter. Am Abend ist es dann in der Stadt ganz schön kalt. Am Tage ist es zwar schön warm, allerdings hatten wir davon nicht viel, denn die Sonnenstunden haben wir meistens im Bus verbracht. Das Schlimmste daran ist, dass die Amis ihre Busse mit Hilfe von Klimaanlagen in fahrende Gefriertruhen verwandeln! Kein Witz, wir mussten uns zudecken, damit wir nicht zu Eisklötzen erstarren. Ein Auto ist ein must-have in LA! Die Stadt ist einfach zu groß, um sie mit dem Bus erkunden zu können! Los Angeles ist sicherlich eine schöne Stadt, aber man braucht mehr Zeit um sie für sich zu entdecken. Studieren wollen wir dort dennoch alle nicht. Wir freuen uns schon auf Hawaii =)

L.A. dritter Tag: Newport Beach ( O.C. California !!! )


Nach langem Hin und Her, welchen Strand wir besuchen wollen, entscheiden wir uns für Newport, dem Strand an dem O.C. California spielt. Venice Beach wäre zwar auch schön gewesen, ist aber mit dem Bus mal wieder nur sehr schwer zu erreichen und so langsam können wir Busse nicht mehr sehen! Am Strand angekommen, müssen wir zu unserer Enttäuschung feststellen, dass es das Lokal aus O.C in Wirklichkeit gar nicht gibt! Der Pazifik, den wir zu diesem Zeitpunkt das erste Mal sehen und die Umgebung des kleinen Hafens, finden wir dennoch atemberaubend. Jetzt schnell an den Strand, von der Busfahrt aufwärmen und einen Sprung ins Wasser wagen. Hat der Pazifik eigentlich Ebbe und Flut? Der Sprung ins Wasser wird schnell wieder von der Liste gestrichen, als wir feststellen, dass Katrin doch recht hatte: Das Wasser ist arschkalt!!! Also die Stunde, die wir haben, in der Sonne genießen und dann wieder auf die lange Busfahrt nach Hause begeben. Müssen früh zurück sein, weil wir uns als Dankeschön für den kostenlosen Aufenthalt bei den Jungs mit einem gemeinsamen Essen, etwas Bier und einem nächtlichen Bad im Whirlpool bedanken wollen. Zuhause angekommen, erwarten wir die Jungs bald zurück. Da das Telefonieren hier noch nicht so klappt, erhalten wir Pauls Anruf, dass die Jungs sich verspäten, leider nicht... Nach einer gefühlten Ewigkeit beschließen wir, einfach schon mal ein Bierchen zu schlürfen, um die Wartezeit bis zum Essen zu überbrücken. Nichts tut sich. Ende des Abends: Keiner hat was gegessen, das eine Bierchen schlägt gut an., Isi pennt im Bett und Claudia und Svenja werden wach, als Paul sie verwirrt dabei beobachtet, wie Claudia auf dem Sofa und Svenja im Klappstuhl dösen.

Ein gelungenes Dankeschön... Wir fordern als Entschädigung einen Besuch der Jungs auf Hawaii, mit Bier und Kochen ihrerseits.


L.A. zweiter Tag: Hollywood




Der zweite Tag sieht dann so aus, dass wir über eine Stunde an der Haltestelle warten, bis der Bus überhaupt erst kommt. Busfahrzeiten werden strengstens geheim gehalten... Dann geht es los Richtung Hollywood. Dieses erreichen wir nach unendlichem Warten an einigen Bushaltestellen und kleinen Kreislaufschwächen von Isi gegen Abend... Fünf Stunden Busfahren für zwei Stunden Hollywood, irgendwas machen wir falsch... Der erste Ärger legt sich aber schnell, als wir den Walk of Fame erreichen. Tausend Eindrücke prasseln auf uns nieder und wir wissen nicht, was wir zuerst bewundern sollen. Uschi will unbedingt die beiden Sterne aus Pretty Woman suchen, die, wie sie feststellen musste, gar nicht wirklich existieren und Isi ist auf der Suche nach Johnny Depp. Zwar hat sie ihn nicht live getroffen, hat es sich jedoch nicht nehmen lassen, seinen Stern zu knutschen ;)

Am Ende des Tages, also nach etwa zwei Stunden Aufenthalt, ziehen wir Resonanz: 1. Der Walk of Fame is viel größer als gedacht, er ist nicht nur EINE Straße, sondern besteht aus ganz vielen. 2. Svenja ist enttäuscht: Nix von Julia Roberts... 3. Es gibt keine verdammte Toilette in Hollywood! Um Pipi machen zu gehen muss man sich widerlich schmeckende Muffins kaufen.... Auf dem Weg nach Hause dann mal wieder völliges Chaos: Plan ist, mit der Metro bis Downtown zu fahren und dort in unseren Bus nach Haus zu steigen. Wir haben 10 Minuten, um von der Metro bis zur Haltestelle zu kommen. Laut Isi und Svenja kein Problem, die liegen ja dicht beieinander... Claudi ahnt schon das Übel und so kommt es auch: Raus aus der Metro, rüber zur Haltestelle. Scheiße, WO IST DIE??? Schnell die Straße runter gerannt, eine Frau gefragt. Okay, falsche Richtung, also wieder zurück gerannt. Rechts rum oder nicht? Keiner will der sonst eher verwirrten Claudia glauben, deswegen geradeaus weiter, statt rechts abgebogen... Immer noch keine Haltestelle, die Zeit wird knapp... Statt Ruhe zu bewahren, rennen wir einfach mal drauf los. Wir müssen den Bus noch kriegen, es ist spät und der nächste fährt erst in über einer Stunde, denken wir... Während unseres Run's spricht uns ein Mann an: „Are u lost?“ Svenja redet als erstes völlig panisch auf ihn ein, Isi und Claudi folgen ihrem Beispiel und verwirren den armen Mann völlig. Dieser versteht uns irgendwann endlich und will uns helfen. Er schaut über sein Handy im Internet nach und findet unsere Haltestelle. Eigentlich will er zu einem Konzert, das gleich beginnt. Eine Freundin will ihn mit Auto einsammeln. Als diese uns entdeckt, ruft sie im typisch amerikanischem Ton aus dem Auto: „ WHAT are u DOIN'???“ zuuu lustig. Während eines Hubkonzertes der anderen Autos brüllt er ihr zu, dass er uns nur den Weg erklären will und bietet uns an, uns zur Haltestelle zu fahren. Wir nehmen das Angebot erleichtert an. Ein Hoch auf die (oberflächliche) Freundlichkeit der Amis!!! Als wir zu Christel (so heißt die gute Frau) steigen, stellt sie keinerlei Fragen, wer wir sind. Wie selbstverständlich werden wir begrüßt und die Haltestellen-Jagd geht in die nächste Runde. Wir fahren durch halb L.A. Und enden am Staples Center, dort wo die öffentliche Trauerfeier für Michael Jackson stattfand. Es ist ganz toll da, unsere Haltestelle haben wir leider noch immer nicht gefunden. Phil, unser Retter, sucht verzweifelt mit uns, kann aber auch nix entdecken., irgendwann kommt der Anruf von Christel, wir sollen wieder einsteigen, wir sind falsch. Die Fahrt geht weiter und sie setzt uns genau dort ab, wo wir aus der Metro ausgestiegen sind. Wir hätten lediglich auf die gegenüberliegende Seite wechseln, oder ausnahmsweise mal auf Claudia hören sollen... Trotz allem war es ein ganz toller Tag und wir fallen müde ins Bett.


L.A. erster Tag: Downtown