2009/09/15

Dole Plantagen



Die Plantagen an sich sind eher langweilig und nicht empfehlenswert. Nichts von den „Attraktionen“ ist umsonst. Das viel zu teure Eis schmeckt allerdings sehr lecker.
Weswegen uns dieser Tag dennoch gefallen hat, liegt nicht nur an dem spontanen Besuch im „Regenwald“, sondern auch an Isis glänzenden Englischkenntnissen ;)
Sie fragt den Busfahrer:“ We want to go to the Änanans Plantagens where we have get off?
Auf den unverständlicherweise sehr fragenden Blick des Busfahrers betont sie:“ÄNANAS PLANTATION“.
Svenja eilt ihr zu Hilfe und flüstert ihr ins Ohr: „ Pineapple“.
Wir würden gerne wissen, was sich der Busfahrer bei diesem Spektakel gedacht hat.
Das Gelächter auf unserer Seite ist groß und die mal wieder sehr lange Busfahrt kann damit zum Teil versüßt werden.
Auf unserem Trip lernen wir Thorsten, einen deutschen Rundreisenden kennen, mit dem wir den Rest des Tages verbringen.
Sein Angebot ihn zur Nord-Küste zu begleiten, nehmen wir gerne an und bekommen so doch noch etwas Interessantes zu sehen.
Laut ihm erwarten uns strömende Wasserfälle, die sich dank einer Trockenperiode jedoch als eher plätschernd heraus stellen.

...just to let u know

Nachdem wir, für unseren Geschmack, genug Kontakt zu den Insekten dieser Insel hatten, konzentrieren wir uns nun auf die menschliche Spezies. Die Uni beginnt. Während Svenja bereits nach fünf Minuten Einführung die ersten Prüfungsdaten um die Ohren gehauen bekommt, lernen Isi und Claudi den coolsten Dozenten der Welt kennen. Da aus seinem eigentlichen Plan, Rockstar zu werden nichts geworden ist, unterrichtet er nun mit Leidenschaft Anthropologie! Durchgeknallter geht's kaum. Svenja fragt sich an dieser Stelle nicht zum ersten Mal, warum in aller Welt sie Biologie studiert.... Dass Sveni jeden Tag in der Woche Uni hat und Isi und Claudi nur zwei mal, macht die Sache nicht besser... Ihr Wunsch: „Wenn ich dann wenigstens doppelt so intelligent wäre, das würde mir ja schon reichen!“ Die Kurswahl sieht folgendermaßen aus: Isi und Claudia haben Dienstags „Photography“ und „Poverty and Culture“ und Donnerstags „Photography“ und „Men/Women in Modern Society“. Außerdem einen Onlinekurs „ Anthropology of the City“. Svenja hat sich für die Kurse „Marine Vertebrate Zoology“, „Human Anatomy“ , „Anatomy and Physiology“ und „Genetics“ entschieden. Ihr Enthusiasmus ist sooo groß, dass sie bereits den vierten Unitag völlig verplant, einfach mal ne Stunde zu spät los fahren will und sich schließlich entscheidet, gar nicht mehr hin zu fahren. Würde sich wegen dem langen Weg nicht lohnen und den Laborkurs streicht sie eh, bevor sie ihn kennengelernt hat. Zum Unterricht können wir sagen, dass es bei Isi und Claudi cooler ist als in Deutschland, auch wenn man viel mehr Aufgaben bekommt. Man macht mehr praktische Sachen, nicht nur Theorie. Wir würden jedem Kulturwissenschaftler zu einem Semester hier auf Hawaii raten. Bei Svenja ist es so, dass nicht viel Zeit mit Reden verbracht wird. Auf die Personen im Einzelnen wird nicht viel Wert gelegt, man hält sich mit dem Kennenlernen nicht auf. Wer nichts verstanden hat, kann einmal nachfragen. Danach muss er sich den Rest halt alleine beibringen. Wie hoch die Ansprüche sind kann sie nicht sagen, dies werden die vielen Klausuren zeigen.
Wir halten euch auf dem Laufenden sobald wir mehr dazu sagen können.
Beim Feiern-gehen ist es so, dass der Abend früh beginnt und dem entsprechend auch schon so gegen drei Uhr endet. „Abspacken“ kennen se hier noch nicht, wird von uns aber noch eingeführt. Für alle, die „Abspacken“ nicht kennen: Es bedeutet, sich einfach so in der Disco zu bewegen, wie man will und nicht darauf zu achten, wie man beim Tanzen aussieht. Auch bei unserem ersten Discobesuch hat sich das Kontakteknüpfen als äußerst einfach herausgestellt. Uns wird gerne etwas ausgegeben und auch wenn wir erzählen, dass wir vergeben sind, lässt das Interesse an unserer Person nicht nach. Lustig sind die Film-Amis: Wir haben einen Kerl kennen gelernt, der genau aussah wie Ken! (Gestriegelt und Geleckt, oder wie das heißt). Als wir ihm dies sagen (und wir meinen es nicht als Kompliment!) freut er sich riesig... Komischer Kerl, gibt’s hier aber zur Genüge.
Es gibt hier aber auch coole Leute, wie zum Beispiel Ali, mit dem wir immer noch schreiben und den wir sicher noch weitere Male sehen werden.

How to catch a Cockroach

Was macht man, wenn man nachts von einem riesigen Käfer besucht wird? Klare Sache: Ersma panisch schreien!
Sobald Isi dann zur Hilfe eilt, wird das Vieh zu zweit betrachtet und verweifelt. Als Isi sieht, wie Claudia ängstlich auf dem Bett steht und schon Tränen in den Augen hat, packt sie der Beschützerinstinkt. Etwas groooßes muss her, um das Monster zu fangen! Nur was ? Ne Tüte? Klaaaar Isi, klasse Idee... Eimer oder Cornflakesschachtel?! Beides nicht optimal, wird aber trotzdem getestet. Dirrty is leider für dieses Monstrum zu klein... (Klasse! Da denkt man, der Staubsauger beschützt einen wenn schon kein Mann im Haus ist und dann sowas...). Mehrere Versuche das Biest zu schnappen enden leider nur in hysterischem Gekreische (sollen wir lachen oder weinen, wir sind uns nicht so sicher).
Zwischendurch eine Stimme aus dem Hintergrund: „Was ist da los? Hey! Was ist denn da los bei euch?“ Niemand zu sehen, keine Zeit zu antworten, volle Konzentration auf Riesenkäfer!
Während Claudia mit einem Pappteller bewaffnet noch immer auf dem Bett steht (sicher ist sicher!), versetzt Isi dem Monster einen solchen Schreck, dass dieses zunächst auf den Boden fällt, seinerseits Panik bekommt und lieber durch die Balkontür flüchtet....
Das Unheil ist überstanden, wenn auch nur knapp. Danke der Retterin Isi!!!
Inzwischen begibt auch Sveni sich mal aus ihrem Zimmer. Sie war eigentlich schon im Land der Träume, musste nun aber doch dem Lärm auf den Grund gehen. Ihr Kommentar: „Boah, was is denn hier los? Dachte erst irgendwas schmort, weil ich deine Zigarette gerochen habe. Dann euer Gekreische, da war ich mir sicher es brennt!“ Man staune über die Lässigkeit, mit der sie einen Brand bemerkt. Wenn man Todesschreie hört, lieber fünf mal aus dem Zimmer rufen, als dieses zu verlassen und nach dem Brandherd zu suchen... ^^ Naja, war ja „nur“ n Riesenkäfer...
Jules musste sich das Spektakel zum Teil über Webcam anschauen. SEIN Kommentar: „Geil, ich konnte dir in die Hose gucken“ (KLAAAASSE). Ihr seid so Helden...
Gott sei Dank hat wenigstens Isi Claudia zur Seite gestanden!
Erstaunlich ist, dass Jules, obwohl Claudis Mikro auf stumm gestellt war, unsere Schreie hören konnte... kein Wunder, dass der Käfer freiwillig die Flucht ergriffen hat! Was sagt uns das? : Panisches Gekreische ist nicht so bescheuert wie immer alle sagen! :D
P.S.: Claudia hat noch immer Angst, dass das Biest irgendwo im Dunkeln auf sie lauert...

Besuch von Svenjas Campus mitten in den Bergen


Plan war: den Campus innerhalb von 20 Minuten erreichen. Ergebnis ist: Wieder mal ewiges Busgefahre, dieses Mal jedoch nach einigen Umwegen Ziel erreicht. Wir sind verblüfft über die Lage im Isi-Slang called „Regenwald“. Ihr Kommentar zur hohen Luftfeuchtigkeit: „Boah, hier schwitze ich wie n Schwein!“ Svenja : „Ich finds geil.“

Und nun sitzen wir auf Großbalkonien mit dem billigsten und hochprozentigsten Bier der Insel und bereiten uns auf unsere erste Partynacht in Chinatown vor. Ui, das Bier wirkt: Isi ist grad gegen unsere Balkon-Scheibe geflitzt… „Haha, das ist mir noch nie passiert, ich hab immer nicht verstanden, warum euch das passiert.“ Svenja: „das ist auch gemein, wir müssen da so kleine Vögel dran kleben.“

The Killerworm is comin‘


Aufgrund des kläglichen Tagesausflugs, wollen Svenja und Claudi sich den Abend mit einem Cocktail versüßen. Plan gut, Ausführung mangelhaft :D Nachdem eine Bar nach der anderen abgeklappert wird, stellen sie fest, dass die Happy Hour nur bis 8pm geht (Wasn das fürn Dreck??). Sie entscheiden sich für nen Mitternachtssnack bei Mc Donalds. Svenja hat sich gerade ihren Picknickplatz eingerichtet, da kommen die Ameisen. Macht ja nix, schließlich stammt sie von hier („Es ist so schön hier, ich fühl mich total wohl. Es könnte gut angehen, dass ich in meinem früheren Leben mal Hawaiianerin war.“). Keine zehn Sekunden später startet das Drama: Wildes Gekreische, kombiniert mit noch wilderem Rumgespringe und Pommes-in-die-Welt-Verteilen, reißt Claudi aus ihrer Träumerei. Was ist da los? Ein quietschendes „DA DA DA“ weißt sie auf den Übeltäter hin: Eine riesige Kakerlake macht sich über Svenjas Pommes her. Eine Beobachterin der Szene versucht sie zu beruhigen: „It’s only a cockroach“. Genau DAS is das Problem!! Soviel zu ihrem früheren Leben… Auf den Schock lieber an den ruhigen Strand verdrückt, wo das nächste Unheil auf sie lauert. Der idyllische Moment muss festgehalten werden. Claudia vergräbt für die optimale Aufnahme-Position im Sand, um von ihrem Model ein perfektes Foto schießen zu können. Plötzlich: ein brennender Schmerz im Nackenbreich. Quelle: ekelhafter Wurm mit vielen Beinen. Panik bricht aus. Svenja sieht Claudia schon tödlich vergiftet und beobachtet ängstlich das Anschwellen der Bissstelle. Was tun? Besoffene Hawaiianerin um Rat fragen! Ihre plausible Erklärung: Der Wurm war eifersüchtig, weil du so schön bist, deswegen hat er dich gebissen. Erklärung akzeptiert. Claudi befürchtet, dass sie als Wormwoman aufwacht, die Svenja tragischerweise tottrampeln müsste. Scheiß auf 20 Jahre Freundschaft. Aber auch Isi hätte keinen Wurm als Roommate geduldet. Gott sei Dank haben sich alle Befürchtungen in Luft aufgelöst. Von der Bissstelle ist nichts mehr zu sehen. Was geblieben ist: Angst vorm fiesen „Jealoupea/Jealoupee… „, oder wie dieses Monster auch immer heißen mag.

Unser erster Tagesausflug auf Hawaii

...jedenfalls sollte es einer werden.Es fängt damit an, dass Isi die grandiose Idee hat, zum wunderschönen Lanikai-Strand zu fahren. Idee gut, Ausführung mangelhaft: Plan war, mit drei Bussen innerhalb einer Stunde den Strand zu erreichen. Ergebnis ist: Nach 4 Stunden Busfahren, am Startpunkt wieder anzukommen, ohne den Strand überhaupt gesehen zu haben. Naja macht nix, haben wir einen anderen Punkt auf unserer Liste abgestrichen: Insel-Rundtour. Auch gut. Legen wir uns halt ein weiteres Mal an unseren Home-Strand, bis die Sonne ne Stunde später untergeht. Gut, dass Svenja sich mit 50er-Sonencreme eingeschmiert hat, auch Bus-Klimaanlagen können ohne Schutz zu schweren Verbrennungen führen. An dieser Stelle vielen Dank an den netten Busfahrer, der uns so hilfsbereit gesagt hat, wann wir aussteigen müssen: „Lanikai?! You missed the stop!“

Unsere Wohnung

Nachdem wir den Fängen einer höchstkriminellen Wohnungsmafia entkommen sind, haben wir ein idyllisches Plätzchen ganz in der Nähe des Strandes gefunden. Es handelt sich um ein Drei-Zimmer Appartment mit 2 Bädern, 3Balkonen und einem Swimmingpool, den wir noch immer suchen Das SCHÖNSTE an unserer Wohnung waren die vielfältigen Essensreste und die dicken Asiaten-Haare unserer Vorgänger, die wir in einer 5-Stündigen Chlorputzaction vernichtet haben. Falls irgendein Leben in dieser Wohnung existierte, ist es nun vernichtet! Claudi riecht, schmeckt und fühlt noch am nächsten Tag den Chlor. Ihr geht’s wieder gut, ihre Hose hat‘s leider nicht geschafft. Nachdem wir auch den Gestank mit einer gehörigen Portion Febreze den Gar ausgemacht haben, fühlen wir uns nun pudelwohl hier.
Bevor eingezogen werden kann, steht uns noch ein Shopping-Marathon im Wal Mart bevor. Der Plan lautet: Svenjas Smart und Isis Trolley leer räumen und als Transportmittel nutzen. Halbe Stunde auf den Bus warten, um dann festzustellen, dass keine Koffer im Bus erlaubt sind. Idee gut, Ausführung mangelhaft. Koffer weggebracht, nochmal ne halbe Stunde gewartet und schließlich doch im Wal Mart angekommen. „Ach, das kriegen wir auch noch mit…“ – lautet unsere Devise, bloß nicht ein 2. Mal fahren. Vollgepackt mit tollen Sachen, die die Wohnung schöner machen, wird sich in den „The Bus“ gequetscht. Selbst nen 17Dollar-„Staubsauger“ haben wir dabei. Trotz der lächerlichen Größe, können wir uns dieses Schnäppchen nicht entgehen lassen. `Dirrty‘ leistet seine Dienste, auch wenn es mit ihm etwas länger dauert. Weiterer Bonus: Staubsauger-Beutel inbegriffen, 3cm im Durchmesser.
Die letzte Nacht im Hotel wird nochmal aufregend: Claudi erschlägt Svenja im Schlaf. Diese denkt, es handelt sich um einen bösen Menschen, der sie mit Apfelsinen in eine Tüte gewickelt prügelt (fragt nicht!). Claudis Entschuldigung im Tiefschlaf: „Tut mir Leid, ich habe gerade die Schublade eingeräumt“ Beide brauchen DRINGEND wieder ihr eigenes Bett!
Nach Einzug in die Wohnung, beschließen wir zur Feier des Tages nach dem einen oder anderen Bierchen das Waikiki-Nachtleben zu erkunden. Was sollte man in Hawaii auch anderes machen, als in einen Irish Pub zu gehen, um die hawaiianische Kultur zu genießen J Wir haben uns noch nicht mal hingesetzt, da teilt uns die Kellnerin mit, dass unsere erste Runde spendiert wird. Is ja wie im Film, denken wir uns, aufs Zuprosten warten wir jedoch vergebens. Das Bier schmeckt trotzdem. So kann der Abend weitergehen. Es dauert nicht lange, da knüpfen wir die nächsten Kontakte. Ein netter schwarzer Military-Mann und sein Kumpel kommen mit uns ins Gespräch, gehässigerweise nennt er uns ‚Babys‘, wir mögen ihn trotzdem. Mit ihm spielen wir 2 Runden Dart, in denen er zu seiner Erschütterung ziemlich abloost. Isi gewinnt beide Runden. Dass sie dabei Punkte erschummelt, erwähnen wir an dieser Stelle nicht ;) Wir würden ihm gerne noch ein paar Fragen zu seinen US Army-Erfahrungen stellen, finden es zu diesem Zeitpunkt aber zu persönlich. Trotz seines Angebotes, uns nachhause zu fahren, entscheiden wir uns für einen entspannten Fußmarsch.
Am nächsten Tag ist der Zeitpunkt gekommen, uns etwas dem Studentenleben zu näheren. Wir beginnen die Anmeldeprozedur an der Uni in Downtown. Diese sieht folgendermaßen aus: An getrennten Tischen im Klassenzimmer sitzen (Scheiße, wie soll man denn da schnacken uns abschreiben??), und einem einstündigen, laut Svenja einschläfernden Vortrag lauschen. Anschließend von Gebäude zu Gebäude rennen, unterwegs die Hälfte vergessen, feststellen, dass auch in den USA Svenjas Unterlagen verbasselt wurden, zwischendurch ein cooles HPU-Shirt shoppen und sich die Student-ID-Wartezeit damit überbrücken, dass man sich selber Nachrichten auf die Studivz-Pinnwand schreibt („Halt die Ohren steif“ – ja Claudi, wenn das sonst niemand zu dir sagt, dann machs doch selber) Nachdem wir auch noch unser Semesterticket erwerben, geht es ans ID abholen. Anschließend fahren wir wieder einkaufen, Busfahren is ja nun umsonst. Diesmal geht’s zu ‚Don Quijote‘ um Geld zu sparen. Nach dreistündigem Preisvergleich stellen wir an der Kasse fest: Scheiße, doch zu teuer. Die Einpackkünste der Kassiererinnen sind sensationell. An der Kasse werden unsere Waren, die in Deutschland in 5 gepasst hätten, in 50 Tüten gepackt. Alles zu unserem Vorteil, so sparen wir Mülltüten. Auch wenn Svenjas Biologen-Herz schreit.

2009/09/01

Internet

Im Moment warten die Mädels darauf, dass sie Internet in der Wohnung bekommen.


Heute wollen sich wohl auch ein amerikanisches Handy kaufen. Svenjas deutscher Vertrag ist im Moment nicht mehr aktiv. Weiß nicht, wie das bei Claudias aussieht.




so long

(David)